Helenenquelle in Gerolstein, © Eifel Tourismus GmbH, D. Ketz

Sprudelnde Dreese in der Eifel

Mineralquellen in der Eifel

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Vor rund 10.000 Jahren hat es das letzte Mal in der Eifel gewaltig gekracht, Lavaströme bahnten sich ihren Weg, Maare bildeten sich und die Landschaft, wie wir sie heute kennen, hat sich geformt. Die Elemente haben über viele Jahrmillionen miteinander gerungen und sich gegenseitig beeinflusst. Die gewaltigen Erdbewegungen sind vorbei, doch unter der Oberfläche, in großer Tiefe sprudeln sie, die Mineral- und Kohlensäurequellen der Vulkaneifel. Sie schenken uns heute noch köstliches Wasser. In der Eifel heißen sie Drees und fast jeder Ort hat seine eigene Quelle. Das Besondere: An vielen Stellen kann man sich auch heute noch frisches Quellwasser abzapfen. Wie erfrischend es ist, während einer Wanderung die Trinkflasche mit prickelnd sprudeligem Wasser zu befüllen und den Durst damit zu löschen! Verschiedene Wanderwege ermöglichen es, auf einer Tour einen Stopp einzulegen.

Kohlendioxidquelle Gelenberg

Kohlendioxidquelle im Gelenberger Wald

Man glaubte vor vielen Jahren, dass der Austritt von Kohlendioxid das Zeichen für einen erloschenen Vulkanismus sei. Doch dies ist nicht der Fall: Die Gesteinsschmelze im Erdinneren (Magma) enthält neben mineralischen Bestandteilen auch Gase wie Kohlendioxid, Wasserdampf, Schwefeldioxid, Flour und Chlor. Je nachdem wie warm es ist und wieviel Druck entsteht entweichen sie durch Spalten in der Erdkruste. Die Kohlendioxidquelle im Gelenberger Wald ist eine Mofette. Das vulkanische Kohlendioxid steigt mit Niederschlagswasser gefüllten Mulde auf und lässt die Wasseroberfläche ständig aufbrausen. Das einzigartige daran ist, dass dasMineralwasservorkommen das natürliche Kohlendioxid der Vulkaneifel bildet, dies ist die Grundlage der heimischen Sprudelwasserindustrie. Besuchen sie die Kohlendioxidquelle im Gelenberger Wals und verspüren Sie den vulkanischen Atem.