Vulkanpark - Nationaler Geopark Laacher See | Vulkane | Natur entdecken | Urlaub Eifel
Lava-Dome, multimedialer Vulkanausbruch, © Eifel Tourismus GmbH, D. Ketz

Vulkanpark - Nationaler Geopark Laacher See

Inhalte teilen:

Sieben museale Informations- und Erlebniszentren sowie 17 Natur-, Kultur- und Industriedenkmäler machen im Vulkanpark die heiße und feurige Entstehungsgeschichte der Eifel direkt am Ort des Geschehens erlebbar. Vor nur knapp 13.000 Jahren rasten die letzten Glutlawinen und Ascheströme des Laacher See-Vulkans durch die Täler, erstickten alles Leben und hinterließen eine karge Mondlandschaft, die sich in den folgenden Jahrtausenden zu einer neuen Landschaft wandelte. Noch heute zeugen zahlreiche Schlackenkegel, Maare, meterdicke Tuff- und Bimswände sowie erkaltete Lavaströme gut sichtbar von dieser heißen Phase der Erdgeschichte. Die Vulkanausbrüche in der Vergangenheit prägten jedoch nicht nur die Landschaft, sondern auch das Leben der Menschen in der Eifel. Historische Bergwerke, Stollen und Steinbrüche verschiedener Epochen dokumentieren eindrucksvoll das Leben der Menschen mit dem vulkanischen Erbe.

Gemeinsam mit dem Vulkanpark „Brohltal/Laacher See“ bildet der Vulkanpark im Landkreis Mayen-Koblenz den Nationalen Geopark Laacher See. Einzigartige Geotope, verständlich präsentiert und verbunden mit modernen, musealen Erlebniszentren brachten dem Vulkanpark die Auszeichnung als Nationaler Geopark ein.

Die Deutsche Vulkanstraße, ausgeschildert als touristische Ferienstraße, führt durch den Nationalen Geopark. Sie verbindet auf ca. 260 km 39 einmalige vulkanologische, geologische und archäologische Sehenswürdigkeiten in der Vulkaneifel rund um die Themen Eifelvulkanismus und Gesteinsabbau.

mehr lesen
Kottenheimer Büden, © Foto: Svenja Schulze-Entrup, Quelle: Touristik-Büro Vordereifel

Kottenheimer Büden - Vulkanparkstation

Der "Kottenheimer Büden" an der Ostflanke des Bellerbergs, gibt einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Bellerbergvulkans und entstand vor rund 200.000 Jahren als durch heftige Explosionen Lavabomben und -fetzen aus dem Vulkan herausgeschleudert wurden und sich zu einem mächtigen Schlackenwall auftürmten. Die geheimnisvollen "Siewe Stuwe" sind in die Basaltlava gehauene Höhlen, die im 2. Weltkrieg als Luftschutzräume - in erster Linie für Frauen und Kinder - dienten. Der Traumpfad "Vulkanpfad" verbindet die Vulkanparkstationen Ettringer Bellerberg, Kottenheimer Winfeld und Kottenheimer Büden auf einer Strecke von rund 7 Kilometern.

Familienaction im Lava-Dome, © Eifel Tourismus GmbH, D. Ketz

Lava-Dome - Deutsches Vulkanmuseum

Der Lava-Dome ist ein ganz besonderes Museum des Vulkanparks in der Osteifel. Auf 700 Quadratmetern geht es nicht „museal“ zu, sondern spektakulär – für Kinder und Erwachsene, für absolute Neulinge und für Vorinformierte in Sachen Vulkanismus. Im „Land der Vulkane“ erzählt eine multimediale Show die Geschichte zweier gewaltiger Vulkanausbrüche. Bilder, Klänge und Projektionen lassen sie nacherleben – hautnah und intensiv, jedoch zum Glück virtuell. Die „Vulkanwerkstatt“ ist ein waschechtes kleines Wissenschaftszentrum. An Experimentalstationen gewinnen die Besucher einen lebendigen Eindruck von den Abläufen im Innern der Erde. Die „Zeit der Vulkane“ lässt Steine sprechen: Wer sie berührt, hört und sieht die großen Ausbrüche vergangener Zeit. Besonders spannend sind aktuelle seismologische Daten und Bilder von Webcams in aller Welt. Und im Rundkino lässt eine fiktive Nachrichtensendung den Atem stocken, denn hier wird klar, was ein erneuter Ausbruch des Laacher-See-Vulkans bedeuten würde.

Führung im Lavakeller Mendig, © Eifel Tourismus GmbH, D. Ketz

Lavakeller – Unterirdische Kathedrale aus Basalt

Es geht viele Treppenstufen tief hinab unter die Stadt Mendig: Hier in den Lavakellern, mitten im erkalteten vulkanischen Gestein, ist es gleichbleibend kalt auch in den heißesten Sommern, es herrscht ein geheimnisvolles Schummerlicht, es riecht nach einem Hauch Feuchtigkeit. Bis zu 28 Mendiger Brauereien nutzten die 32 Meter hohen, kathedralenartigen Hallen im Basaltgestein als Lagerstätte für frisches Bier. Mächtige Säulen, die beim jahrhundertelangen Basalt- und Lavaabbau stehengelassen wurden, stützen die gigantischen Keller. Eine Führung durch die Keller ist ein unvergessliches Aha-Erlebnis. Bis heute nutzt die Vulkan Brauerei Mendig, die über den Kellern gelegen ist, dieses einzigartige Kühllager. Der benachbarte Lava-Dome als Multimedia-Museum zeigt noch viel mehr spannende Facetten des Vulkanismus.

Vulkanpark Infozentrum

Rauschermühle 6
56637 Plaidt
Telefon: +49 2632 98750

zur WebsiteE-Mail verfassen

Tourist-Information Vulkanregion Laacher See

Kapellenstr. 12
56651 Niederzissen
Telefon: 0049 2636 19433

zur WebsiteE-Mail verfassen