Eppelsberg

Nickenich

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Im Eppelsberg öffnet sich durch intensiven Gesteinsabbau ein einzigartiges Fenster in die vulkanische Geschichte der Osteifel. Die angeschnittenen Gesteine im Eppelsberg-Vulkan bieten tiefe Einblicke in das Innere eines heute inaktiven Vulkangebäudes, wie er für die Osteifel vor ca. 230.000 Jahren sehr typisch war. An einer mehr als 50 Meter hohen Wand im Steinbruch sind für die Besucher gut erkennbar mehrere vulkanische Ausbruchsphasen zu identifizieren, die durch kürzere und längere Ruheperioden getrennt waren. Das Zentrum des Vulkangebäudes bildet ein Schlackenkegel mit verbackenen, roten Lavafetzen und Bomben, die bei einer Temperatur von bis zu 1200°C aus einer gasreichen Basaltschmelze gefördert und beim Ausbruch durch Reaktion mit Sauerstoff der Luft oxidiert wurden. Diese Schlacken markieren die initiale Ausbruchsphase des Eppelsberg-Vulkans und lagerten sich vermutlich innerhalb weniger Tage in und um den Krater ab. Geländebefunde legen nahe, dass in einer Ruhephase im Zentrum des Vulkans auch ein kleiner, kurzlebiger Kratersee existierte. Nach einer Phase relativer Inaktivität erwachte der Vulkan wieder zum Leben und förderte in kurzen Abständen in mehreren Ausbrüchen Lapillituffe und Aschen. Diese Phase war von der Platznahme basaltischer Gänge in die noch unverfestigten Ablagerungen begleitet. Die damals geförderte Pyroklastite begruben eine lebhafte Baumvegetation mit Erlen, Birken und Buchen, also Bäumen, die auch heute für die Vegetation der Region typisch sind.

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Nickenich


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Eppelsberg
Büschweg
56645 Nickenich

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