Booser Doppelmaar - Vulkanpark

Boos

Inhalte teilen:

Die Maare der Eifel sind meist runde, tiefe, von steil abfallenden Hängen eingeschlossene Kessel. Die Maarkessel bilden vorzügliche Sammelbecken für das Niederschlagswasser und sind daher oft von einem See erfüllt oder waren es wenigstens am Anfang kurz nach ihrer Entstehung.

Der Name Maar ist auf diese heutige Seenbildung zurückzuführen, die für die kreisrunden Becken in der Eifel sehr typisch sind. Ist der See schon vor Zeiten verlandet, so wird der Kesselgrund heute von einem Moor eingenommen. Man spricht dann von einem Trockenmaar.

Beim "Booser Doppelmaar", bei der Ortsgemeinde Boos gelegen, handelt es sich um zwei weitläufige flache Kessel in der Landschaft, eines davon ist ein Trockenmaar, das andere inzwischen ein Weiher. Ihre Entstehung verdanken sie dem explosiven Zusammentreffen von aufsteigendem heißen Magma und Wasser. In Aufschlüssen lassen sich noch heute die Schichten beobachten, die während der Vulkanausbrüche abgelagert wurden.


Ort

Boos

Kontakt

Parkplatz Vulkanparkstation
Vulkanparkstation Booser Doppelmaar
56727 Boos

Planen Sie Ihre Anreise

Route anzeigen per Google Maps

Reisen mit der Deutschen Bahn

Das könnte Sie auch interessieren

Kottenheimer Büden

Kottenheimer Büden - Vulkanpark

"Kottenheimer Büden" Am "Kottenheimer Büden" (407 m, bei der Ortsgemeinde Kottenheim), der Ostflanke des Beller Berg-Vulkans, öffnet sich Ihnen der Blick in den mächtigsten der drei Lavaströme des Vulkans. Der Büden ist entstanden als vor rund 200.000 Jahren in heftigen Explosionen Lavabomben und -fetzen aus dem Beller Berg-Vulkan herausgeschleudert wurden und sich zu einem mächtigen Schlackenwall auftürmten. Geologische Lehrpfade machen das längst Vergangene wieder lebendig und erklären den Besuchern dieser Vulkanpark-Station ihre Entstehung und die Nutzung der Basaltlavavorkommen. Menschen nutzen die dortige Basaltlava seit vorchristlicher Zeit.

Kottenheimer Winfeld mit Tafeln des Vulkanparks, © Laura Rinneburger

Kottenheimer Winfeld - Vulkanpark

Vor 200.000 Jahren ist der Bellerberg-Vulkankomplex ausgebrochen. Heute umgeben Kottenheimer Büden und Ettringer Bellerberg halbmondförmig den eigentlichen Kraterbereich. Im Verlauf der Eruption flossen drei Lavaströme aus dem Kraterbereich. Der nördlich des Kraters liegende Strom verfüllte ein altes Tal und erreichte dabei eine Mächtigkeit von etwa 40 Meter. Er bildet das Steinbruchgebiet des Winfeldes. Durch den intensiven Steinabbau seit vorchristlicher Zeit – vor allem aber während der letzten 150 Jahre – wurden hohe Wände aus basaltischem Gestein freigelegt. So entstand eine idyllische Grubenlandschaft. Von der einstigen Betriebsamkeit zeugen zahlreiche Kräne, Kransockel und Stützmauern, die auf den imposanten Lavawänden stehen.