Die Eifel ist eine der abwechslungsreichsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands. Geprägt von vulkanischer Aktivität, eiszeitlichen Prozessen und jahrtausendelanger Erosion, bietet sie eine beeindruckende Vielfalt an Felsen, Schluchten und Höhlen. Enge Felsspalten, moosbewachsene Schluchtwälder, geheimnisvolle Höhlenräume und steil aufragende Felsformationen machen die Region zu einem besonderen Naturerlebnis – sowohl für Wanderer als auch für Familien und Naturfreunde.
Entstehung der Felsen- und Schluchtenlandschaft
Die heutige Landschaft der Eifel ist das Ergebnis verschiedener geologischer Prozesse. In der Vulkaneifel zeugen Basaltkuppen, Lavafelsen und Tuffgestein von der vulkanischen Vergangenheit der Region. In anderen Teilen, insbesondere in der Südeifel, prägen Sandstein- und Kalkformationen das Bild.
Viele Schluchten entstanden durch das Zusammenspiel von Wasser, Frost und Gestein: Während der letzten Eiszeit sprengten Frost-Tau-Wechsel Felspartien auseinander, Bäche schnitten sich tief in das Gestein ein und formten schmale Kerbtäler und canyonartige Einschnitte. So entstanden eindrucksvolle Felsenlandschaften mit engen Spalten, steilen Wänden und blockreichen Talgründen.
Ein Naturdenkmal von außerordentlicher Faszination: Eine enge Schlucht mit meterhohen Felswänden, kühl und dunkel. Spalten und Klüfte, verwittert und von Moosen und Flechten bewachsen. Wer dieses Nadelöhr im Sandstein durchwandert, bewegt sich in einem 200 Millionen Jahre alten Meersboden, der viele Geheimnisse birgt.
Die "Irreler Wasserfälle" genannten Stromschnellen der Prüm sind auch nach der Flutkatastrophe von 2021 ein faszinierendes Naturschauspiel. Über die neue Hängebrücke ist eine Überquerung des Flusses wieder möglich.
Die Felsen „Hustley“, „Munterley“, „Drohende Ley“, „Große Kanzel“ und „Auberg“ prägen das Stadtbild bereits aus der Ferne und bilden das Wahrzeichen Gerolsteins. Der bekannteste Gipfel der Gerolsteiner Dolomiten ist die „Munterley“ - mit einer Höhe von 482 Metern.
Am „Roten Puhl“, dem Buntsandstein-Prallhang an der Enz, präsentiert sich die Naturlandschaft besonders imposant in orange-leuchtenden Farben.
Eine Schlucht namens Schweineställe? Ein merkwürdiger Name. Aber tatsächlich trifft man hier auf fröhliche Rüsseltiere - und auf eine geheimnisvolle, möglicherweise jahrtausendealte Inschrift!
Im „Mechernicher Wald“, der sich von der östlichen Stadtgrenze Mechernichs bis Satzvey erstreckt, erheben sich an der Grenze zur Veybachaue bei Katzvey die Katzensteine.
Die Höhlen der Eifel erzählen von Vulkanismus, Erdgeschichte und jahrtausendelanger Nutzung durch den Menschen. Anders als klassische Tropfsteinhöhlenregionen ist die Eifel vor allem für ihre durch Basalt‑ und Mühlsteinabbau entstandenen Höhlen bekannt, daneben gibt es aber auch natürliche Kalk- und Dolomithöhlen wie die Kakushöhle oder die Buchenlochhöhle.
Insgesamt vier durch den Abbau von Mühlsteinen entstandenen Höhlen faszinieren jährlich zahlreiche Besucher.
Die Mühlsteinhöhlen befinden sich nordwestlich von Gerolstein, zwischen den Stadtteilen Müllenborn und Roth. Wer wirklich tiefe Einblicke in das Innere der Vulkaneifel werfen will, für den ist ein Besuch der Mühlsteinhöhlen ein Muss.
In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ist in die Gesteinsschichten der Buntsandsteinzeit ein Stollen geschlagen worden. Dieser Hohlraum, Eiskeller genannt, wurde früher als Kühlkeller für die Hillesheimer Brauereien genutzt, weil durch die Verdunstungskälte eine konstant niedrige Temperatur herrscht.
Entdecke am Rande von Bad Bertrich ein kleines Naturdenkmal der besonderen Art: die Elfengrotte, auch Käsegrotte genannt. Sie entstand vor tausenden Jahren, als heiße Basaltströme das Üssbachtal durchflossen und die Senke in eine neue Form brachten. Unweit des rauschenden Elbesbachwasserfalls gelegen, wohnt der Elfengrotte ein märchenhafter Zauber inne, den du ergründen solltest.
Der 563m hohe Berg lässt das Herz jedes Naturfreundes höher schlagen. Unterhalb des Gipfels findet man die sagenumwobene Genovevahöhle.
Bis 80.000 vor Christus reichen die Siedlungsspuren an der prähistorischen Kakushöhle zwischen Eiserfey und Weyer. Jäger- und Sammlergruppen der Neandertaler hinterließen zahlreiche Steingeräte der mittelpaläolithischen Epochen und Tierknochen.
Die Lavagrotte am Ernstberg ist ein Zeugnis des Vulkanismus in der Eifel
Es geht viele Treppenstufen tief hinab unter die Stadt Mendig: Hier in den Lavakellern, mitten im erkalteten vulkanischen Gestein, ist es gleichbleibend kalt auch in den heißesten Sommern, es herrscht ein geheimnisvolles Schummerlicht, es riecht nach einem Hauch Feuchtigkeit. Bis zu 28 Mendiger Brauereien nutzten die 32 Meter hohen, kathedralenartigen Hallen im Basaltgestein als Lagerstätte für frisches Bier. Mächtige Säulen, die beim jahrhundertelangen Basalt- und Lavaabbau stehengelassen wurden, stützen die gigantischen Keller. Eine Führung durch die Keller ist ein unvergessliches Aha-Erlebnis. Bis heute nutzt die Vulkan Brauerei Mendig, die über den Kellern gelegen ist, dieses einzigartige Kühllager. Der benachbarte Lava-Dome als Multimedia-Museum zeigt noch viel mehr spannende Facetten des Vulkanismus.
Faszinierendes Höhlenlabyrinth entstanden durch den Abbau von Mühlsteinen.
Der Himmel im Brohltal verdunkelte sich, als nur fünf Kilometer entfernt der Laacher-See-Vulkan ausbrach. Die einst lockeren Materialien der Glutlawine sind im Laufe der Zeit zu einem Gestein verbacken, das man in unserer Region „Trass“ nennt.
21.11.26 & 23.01.27: Mystische Felsen, flackerndes Fackellicht und spannende Geschichten: Die nächtliche Wanderung durch die Teufelsschlucht lässt die verwitterte Felsenwelt lebendig werden. Zum Ausklang wärmen Glühwein oder Kinderpunsch am Lagerfeuer.
Tauche ein in die faszinierende Welt der Birresborner Eishöhlen und erlebe, wie Eis, Fels und Geschichte hier seit Jahrhunderten aufeinandertreffen. Ausgerüstet mit Helm und Lampe erkundest du gemeinsam mit einem Guide die geheimnisvollen Höhlen der Vulkaneifel.
Zu den bekanntesten Felsregionen zählen das Felsenland Südeifel mit der Teufelsschlucht, die Katzensteine bei Mechernich sowie die Dolomitfelsen im Gerolsteiner Land.
Die Teufelsschlucht bei Ernzen ist eine bis zu 28 m tiefe Felsspalte mit engen Passagen, hohen Sandsteinwänden und bizarren Verwitterungsformen. Sie entstand u. a. durch Frost-Tau-Prozesse am Ende der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren.
In der Eifel kommen vor allem Schiefer, Grauwacke, Kalkstein, Dolomit, Quarzit sowie vulkanische Gesteine wie Basalt und Tuff vor.
Ja, besonders viele Wanderwege im NaturWanderPark delux sind von Felsen geprägt.
Egal ob kombiniert mit einer Wanderung oder einfach als Ausflug, du kannst viele Höhlen in der Eifel entdecken.