Hoch hinaus geht es auf der dritten Etappe des mit 19,4 km längsten und spektakulärsten Abschnitts des AhrSteigs. Mit dem Aremberg wird die höchste Erhebung des Ahrgebirges erklommen. Die engen Felspfade um die Schulder Hardt und die schroffen, steil ins Ahrtal abfallenden Felswände der Spicher Ley machen diesen Abschnitt zu einen besonderen Naturerlebnis und prägend für den gesamten AhrSteig.
Gleich zu Beginn erwartet uns der verheißungsvolle Anstieg auf das Plateau des Arembergs, einer der höchsten erloschenen Vulkane der Eifel. Nur noch überwucherte Mauerreste, Gräben und eine geheimnisvolle Allee lassen erahnen, dass hier einmal eine mächtige Schlossanlage auf der Kuppe des Berges thronte. Der – meist verschlossene – Aussichtsturm stammt aus einer späteren Epoche. Den Schlüssel dazu gibt es im Ort. Ganz in der Nähe des Turms verlassen wir das Plateau auf einem schmalen Steig. Unter unseren Füßen spüren wir das alte Gestein ehemaliger Burgmauern. Sobald wir auf einen Waldweg stoßen, geht es nun stetig bergab bis hinab nach Eichenbach. In dem kleinen malerischen Ort besuchen wir die Sandsteinskulptur des Bläke Fritz. Die Schlagfertigkeit dieses für seinen Humor im ganzen Ahrtal bekannten Kesselflickers ist in etlichen Anekdoten erhalten. Hierzu folgen wir als kurzen Abstecher von der Hauptroute am Landgasthaus zum Wiesengrund der Ahrtalstraße etwa 500 abwärts. An der Kapelle der 14 Nothelfer vorbei geht es nun hinauf auf die Hochfläche der Mertesnück. Linkerhand erfreut sich das Auge an den bewaldeten Hügeln oberhalb des Dreisbachtals. Und schon tauchen wir wieder in den Wald ein. In weiten Kehren schaffen wir den Abstieg hinunter ins Tal der Ahr, die wir bei dem kleinen Weiler Streitenau überschreiten. Hier beginnt nun eine der schönsten, weil abenteuerlichsten Strecken des AhrSteigs. Nach einem knackigen Anstieg in der Schulder Hardt schlängelt sich unser Pfad am teilweise steilen Hang über leicht ausgesetzte Felsklippen und an senkrechten Sandsteinwänden entlang. Wir erreichen das idyllisch im Talkessel gelegene Örtchen Schuld. Abseits des Weges locken das Freilichttheater und die Schornkapelle. Jetzt ist es Zeit für eine Einkehr in einem der freundlichen Lokale. Nach der Erholungspause spazieren wir am Ahrufer entlang hinaus auf einen Weg, von dem wir einen schönen Blick auf die weite Ahrschleife haben, die den alten Ortskern umgibt. Genug der Abenteuer? Bei Weitem nicht. Noch einmal geht es konditionsfordernd durch den Buchenwald bergauf, bis wir das abenteuerliche Felsareal der Spicher Ley erklommen haben. Von hier fällt unser Blick nach Westen auf das Grün der umgebenden Wiesen. Im Hintergrund grüßt der Aremberg, von dem wir am Morgen gestartet sind. Ein letztes Mal berühren wir den Ortsrand von Schuld, dann geht es wieder hinein in die Waldlandschaft, bis wir kurz vor Insul zum Ahrufer absteigen, das uns hier ebenfalls mit mächtigen Sandsteinklippen am gegenüberliegenden Ufer begrüßt. Auf der Ufereinfassung der ansonsten weitgehend naturbelassenen Ahr erreichen wir das Örtchen mit dem seltsam klingenden Namen. Er leitet sich vermutlich von Insel ab, denn der Ort soll früher einmal von einem Seitenarm der Ahr umflossen worden sein.
Aktuelle Fahrplanauskunft unter https://www.bahn.de und https://www.vrminfo.de
A 61 von Norden: Meckenheimer Kreuz,weiter auf A 565 übergehend auf B 257 über Altenahr, Richtung Adenau/Nürburgring bis Dümpelfeld, dort rechts auf der L 73 über Antweiler nach Aremberg.
A 61 von Süden: Abfahrt Wehr; Richtung Nürburgring an der Hohen Acht über die L 10 Richtung Adenau und dann weiter auf der B 257 bis Dümpelfeld, dort links auf der L 73 über Antweiler nach Aremberg.
A 1 von Köln: Bliesheimer Kreuz auf der A 1 bis Autobahnende, weiter auf der L 304 bis Freilingen, dann links nach Lommersdorf und weiter nach Aremberg.
Aremberg: Wanderparkplatz, Ecke Kapellenstraße/Burgstraße, 53533 Aremberg
Insul: Wanderparkplatz an der Ahrbrücke, Brückenstr. 11 (gegenüber vom Spielplatz), 53520 Insul
Tourist-Information Hocheifel-Nürburgring
Kirchstraße 15 - 19
53518 Adenau