Josefskapelle

Münstermaifeld

Die Kapelle errichtete man dort, wo vorher der Bildstock "Jesusbildche" stand. Der neugotische Bau wurde von ehemaligen Münstermaifelder Bürgern, dem Baumeister Sesterhenn und Söhne aus Köln und dem Architekten Welsch aus München geplant und gebaut.

Unterstützt wurden die Initiatoren von Anliegern und Handwerkern aus der Stadt. Am 28. Januar 1881 genehmigte der Stadtrat den Bau einer Kapelle an der Stelle des abgebrannten Bildstocks. Möglich wurde das Projekt durch das Engagement der Münstermaifelder Bürger.

Die Entscheidung fiel in eine Zeit, in der die Verehrung des heiligen Josef wieder an Bedeutung gewann. Papst Pius IX. hatte ihn 1870 zum Schutzpatron der Kirche erklärt. Als Zimmermann galt Josef zudem als Symbolfigur der entstehenden katholischen Soziallehre und der Kolpingbewegung.

Begünstigt wurde das Bauvorhaben durch das Ende des Kulturkampfes, das die Beziehungen zwischen Staat und Kirche entspannte. So konnte die lange vakante Pfarrstelle 1884 wieder mit Heinrich Jakob Hermes besetzt werden. Hermes war zuvor in Waldbreitbach tätig und hatte dort den Jünglingsverein „Sankt Joseph“ gegründet.

Auch Bürgermeister Klöppel, der sich zeitweise den Altkatholiken angeschlossen hatte, bekannte sich ab 1884 wieder zur katholischen Kirche. Die Josefskapelle steht damit zugleich für die erneuerte katholische Prägung der Stadt.

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