Ortsgemeinde Langenfeld

Langenfeld

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Der Ort befindet sich in unmittelbarer Nähe der Ortschaft Arft. Zu Langenfeld gehören auch die Wohnplätze Auf Lesch und Sankt Jost-Mühle.


Der Ort wurde als „Langenvelt“ erstmals 1052 urkundlich erwähnt, als der Trierer Erzbischof Eberhard mit Walram I. von Arlon einen Prekarievertrag über Besitz in der Eifel und an der unteren Mosel abschloss. 1465 belehnte Erzbischof Johann II. den Grafen Philipp von Virneburg mit dem Dorf Langenfeld. 1554 übertrug der Trierer Erzbischof und Kurfürst Johann V. dasselbe Lehen dem Grafen Diedrich V. von Schleiden als Besitzer der Grafschaft Virneburg. Diedrich V. versuchte 1559 die Reformation einzuführen, was ihm in Langenfeld jedoch nicht gelang.[3] Zum Kirchspiel Langenfeld gehörten die Orte Acht, Arft, Langscheid, Nieder- und Oberwelschenbach.[4]


Das Kirchspiel Langenfeld gehörte ursprünglich als Lehen des Kurfürstentums Trier zur Grafschaft Virneburg. Im Jahr 1575 zog der Trierer Kurfürst das Kirchspiel ein und unterstellte es der Gerichtsbarkeit des kurtrierischen Oberamtes Mayen.[4]


Nach 1792 hatten französische französische Revolutionstruppen das sogenannte Linke Rheinufer eingenommen. Nach der Einführung der französischen Verwaltungsstrukturen gehörte Langenfeld von 1798 bis 1814 zum Kanton Virneburg im Rhein-Mosel-Departement. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region zum Königreich Preußen. Langenfeld gehörte zur Bürgermeisterei Virneburg im 1816 errichteten Kreis Adenau des Regierungsbezirks Koblenz und von 1822 an zur Rheinprovinz.


Die ursprüngliche Pfarrkirche ist die heutige Friedhofskirche. Die ältesten Teile des Turms datieren um 1400. Die heutige Pfarrkirche St. Quirinus (Langenfeld) wurde 1894 bis 1898 erbaut. Sie wird wegen ihrer Größe auch „Eifel-Dom“ genannt.


Im Ortsteil Sankt Jost im Nitztal steht die spätgotische Wallfahrtskapelle St. Jost. Wallfahrten finden jährlich an den beiden letzten September- und ersten Oktoberwochenenden statt.


Seit 1999 befindet sich in Langenfeld das Kamalashila Institut für buddhistische Studien.


 Wappenbeschreibung;


Aufgrund eines Beschlusses des Gemeinderates vom 3. November 1975 wurde der Gemeinde Langenfeld Anfang des Jahres 1976 durch Urkunde der Bezirksregierung Koblenz die Genehmigung erteilt, das nachfolgend beschriebene Wappen zu führen.


Die Amtliche Wappenbeschreibung lautet: „Gespalten von Blau und Silber; rechts neun silberne Kugeln in zwei senkrechten Reihen (4 : 5), links ein rotes Balkenkreuz“.


Grundlage des Wappens war ein Langenfelder Gerichtssiegel aus dem Jahr 1775, das sich in einer Urkunde im Bestand des Landeshauptarchivs Koblenz befand (Bestand 1 C Nr. 11454 S. 21). Dieses Gerichtssiegel zeigt auf dem Siegelfeld ein Wappen mit dem kurtrierischen Kreuz, belegt mit einer Halbfigur des Kirchenpatrons Sankt Quirinus. In Anlehnung an dieses 200 Jahre alte historische Siegel wurde in dem von der Ortsgemeinde an die Bezirksregierung gestellten Antrag auf Erteilung der Genehmigung zur Führung eines Wappens das Wappen der Kurfürsten von Trier (rotes Balkenkreuz auf silbernem Schild) in das Wappen aufgenommen. Außerdem zeigte das zu genehmigende Wappen symbolisch für den Kirchenpatron Sankt Quirinus neun silberne Kugeln, da Sankt Quirinus als Stadtpatron von Neuss häufig als römischer Tribun mit einem Schild mit neun Kugeln als Wappen von Neuss dargestellt wird.


In der Nähe der Wallfahrtskapelle befindet sich der Eingang zum Tiefen Stollen der Grube Bendisberg. Dort wurden im 19. Jahrhundert Kupfer- und Bleierze abgebaut. Die Grube war mit längeren Unterbrechungen bis 1957 in Betrieb. Die Grube ist in gutem Zustand und für Besucher geöffnet.


(Wikipedia)


 

Auf einen Blick

Öffnungszeiten

  • Vom 1. Januar bis 31. Dezember

    www.langenfeld-vordereifel.de

Ort

Langenfeld


Kontakt

Ortsgemeinde Langenfeld
Am Hofgarten 18
56729 Langenfeld
Telefon: 004926553875
Fax: 00492655941148

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Blick auf Eifeldom 2

Kath. Pfarrkirche St. Quirinus ("Eifeldom") in Langenfeld

Der EifeldomErbauer:Pfarrer Jakob Thewes Jakob Thewes war am 4. Juli 1950 in Kirschhof bei Eisweiler (Saarland) geboren und hatte während des Kulturkampfes in Luxemburg am 16. September 1876 die heilige Priesterweihe empfangen. Danach war er Hilfsgeistlicher in Luxemburg, Hausgeistlicher im Hospital in Prüm und Kaplan in Speicher. Am 17. Oktober 1884 wurde er zum Seelsorger in Langenfeld ernannt, zunächst als Hilfsgeistlicher, dann 1888 als Pfarrer. Pfarrer in Langenfeld war er bis zum Oktober 1908 (also 24 Jahre). In dieser Zeit erbaute er ein neues Pfarrhaus (1886) und die Pfarrkirche St.Quinrius („Eifeldom“), 1894–1898. Die Mühen des Kirchbaues hatten seine Kräfte vorzeitig aufgerieben. Bei einem Sturz auf dem Eis hatte er sich schwere gesundheitliche Schäden zugezogen, so dass es ihm die letzten drei Jahre nicht mehr gut ging. Er erkannte, dass er nicht mehr in der Lage war, die Pfarrei zu verwalten. Er ging im Oktober 1908 als Pfarrer nach Hönningen an der Ahr. Hier ist er am 18. Februar 1909 mit 58 Jahren gestorben. Seinem Wunsch entsprechend wurde er in Langenfeld beerdigt, zunächst auf dem Friedhof, später (in den fünfziger Jahren) wurde er vom Friedhof an die Westseite der Pfarrkirche umgebettet.2. Neubau einer Pfarrkirche in Langenfeld Pfarrer Jakob Thewes hielt 1884 seinen Einzug in Langenfeld. Bald nach seinem Amtsantritt hatte er 1886 ein neues Pfarrhaus erbaut, weil das alte gänzlich unbewohnbar geworden war. In dem neuen Pfarrhaus hatte er für sich drei Räume zum Wohnen. Um den Bau zu finanzieren, wandte er sich mit einem Aufruf zu freiwilligen Spenden in alle Welt.Sein großes Anliegen war jedoch der Neubau einer geräumigen und würdigen Pfarrkirche. Pfarrer Ferdinand Meurin von Koblenz-Liebfrauen, der bis 1886 Dechant in Adenau gewesen war, hatte ihn zu diesem Neubau ermuntert. Pfarrer Thewes ließ wiederum einen Aufruf drucken, in dem er die armseligen Verhältnisse in seiner Pfarrei und der alten Pfarrkirche darlegte und um Unterstützung für den Bau einer neuen Kirche bat. Er legte dar, wie für 600 Kommunikanten und 150 Schulkinder des Pfarrdorfes und der sechs Filialdörfer bei weitem nicht genug Platz war in der Kirche, deren Schiff nur 32 Fuß lang und 26 Fuß breit war und auf jeder Seite nur Platz für neun kurze Kirchenbänke bot. Tag und Nacht war er damit beschäftigt, Adressen zu schreiben, um seinen Aufruf in alle Welt hinauszuschicken. Diese Hilfrufe gingen weit über das Bistum hinaus bis in die Diözese Bamberg, bis nach Budapest, ja bis über das große Wasser nach Buffalo. Aus einer Aufzeichnung von Pfarrer Thewes ist zu ersehen, dass er allein für Portoauslagen anläßlich seiner Bettelbriefe 11.000 Mark verbraucht hatte. Im Jahr 1884 beantragte er eine Kirchenkollekte im Bistum Trier. Aus allen Teilen Deutschlands, aus fast allen europäischen Ländern und auch aus Amerika, wo sein dorthin ausgewanderter Bruder für die Sache warb, gingen Beträge für die neue Kirche ein: bis zum 25.6.1895 waren 22.000 Mark beim Dechant Meurin, Adenau, eingegangen; am 19.12.1895 meldete Pfarrer Thewes, dass 45.000 Mark zur Verfügung stehen; am 11.5.1896 betrug der Eingang 79.000 Mark, so dass die Finanzierung keine Sorgen bereitete. Bis 1906 hatte er die Summe von 108.000 Mark gesammelt (als er 1908 die Pfarrei verließ, war für den Kirchenbau noch eine Schuld von 4.500 Mark zu begleichen). Nun entwarf der Architekt Gerhard Franz Langenberg in Bonn Pläne für eine gotisierende Hallenkirche, den sogenannten „Eifeler Dom“. Während nun der Landrat mit seinem Kirchenbauplan einverstanden war, hatte die Bischöfliche Behörde jedoch die Genehmigung für den von Pfarrer Thewes geplanten Kirchenbau versagt, weil sie erhebliche Bedenken hatte; so wurden die von Langenberg entworfenen Pläne bereits am 20.8.1894 beanstandet. War doch der geplante Bau wegen seiner Größe für eine Eifelpfarrei in der damaligen Zeit einfach finanziell untragbar. Pfarrer Thewes aber wagte es, die geplante Kirche zu bauen. Ohne Genehmigung begann Pfarrer Thewes im Jahr 1894 mit dem Neubau, bat aber am 10.10.1895 den Bau fortsetzen zu dürfen. Trier beauftragte den Dechant Schmitz aus Hönningen in Langenfeld nach dem Rechten zu sehen. Doch dieser nahm Pfarrer Thewes in Schutz; Trier beanstandete nochmals am 15.2.1896 die Größe der Kirche. Die Beschöfliche Behörde musste befürchten, Pfarrer Thewes bringe die Pfarrei in größte Verschuldung. Sie ließ eine Untersuchung über die Finanzierung des Baues durchführen. Pfarrer Thewes rechtfertigte sich mit dem Hinweis darauf, dass er zwar ohne Genehmigung der Bischöflichen Behörde den Neubau unternommen habe und dass er auch damit rechnete, man werde ihm einen Verweis geben; doch im Grunde werde die Behörde froh darüber sein, dass er den Bau gewagt habe. Der 1894 begonnene stattliche Neubau war 1898 beendet. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Kirche auch schon genutzt. Die Pfarrkinder hatten bei dem Bau durch Hand- und Spanndienste nach Kräften mitgeholfen. Auf schlechten Straßen schafften sie mit Ochsengespannen das Baumaterial aus Mayen und Ahrhütte bei. Frauen und Kinder trugen ständig Wasser heran. Die Kirche wurde am 16.9.1899 benediziert und am 10.5.1900 durch Weibischof Karl Ernst Schrod konsekriert. Pfarrer Thewes schaffte in den folgenden Jahren noch die Altare und Kirchenfenster und die sonstigen Ausstattungsgegenstände an.Nachem er sich durch das eigenmächtige Vorgehen das gewiss nicht unberechtigte ernste Missfallen der Bischöflichen Behörde zugezogen hatte, fand er später doch wieder Gnade in den Augen des Oberhirten. Es wird berichtet, dass Bischof Michael Felix Korum, als er zur Visitation im Dekanat weilte, die Absicht hatte, dem Pfarrer ernste Vorwürfe zu machen, dass er dann jedoch erklärt habe: „Als ich den herrlichen Bau sah, konnte ich ihm nicht mehr böse sein. Ich habe ihn bewundert.“ Pfarrer Thewes fand auch dadurch eine gewisse Rechtfertigung, dass er im Dezember 1905 zum Definitor des Dekanates Adenau ernannt wurde.Die Geschichte des Eifeldoms finden Sie unter: http://www.langenfeld-vordereifel.de/inhalt/tourismus/eifeldom.html