Untertage – Leben und Arbeit rund um den Heinrichstollen

Stolberg

Heute geöffnet

Unter deinen Füßen begann früher der Arbeitstag: Der Heinrichstollen gehört zum Bergwerk „Altwerk“, einem früher bedeutenden Eisenerzbetrieb im Vichttal. Über lange Zeit wurde dort Erz gewonnen – mit einfachen Werkzeugen und viel körperlicher Arbeit.

Damals brauchte man Eisenerz vor allem für die Herstellung von Waffen, Werkzeugen und landwirtschaftlichen Geräten wie Pflügen. An der Arbeit waren viele beteiligt: Während Bergleute im Stollen mit Schlägel und Eisenkeilen das Erz lösten, sortierten Frauen und Kinder draußen Material und kümmerten sich um die Versorgung. Das Erz wurde dann in kleinen Förderwagen nach draußen gebracht, oft von Pferden gezogen. Ihre Wege sind im Gelände stellenweise noch als Hohlformen zu erkennen.

Mit sinkender Nachfrage nach dem damals beliebten Gestein, wurde die Grube 1866 stillgelegt. Die Stollen verfielen und gerieten nach und nach in Vergessenheit. Heute erinnert vor allem der verschlossene Zugang im Wald an diese Zeit, in der Erzabbau und Arbeit unter Tage das Tal prägten.

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