Hellenthal
Hoch über dem Tal, nahe der Grenze zwischen Eifel und Ardennen, thront die Burg Reifferscheid, die eine der eindrucksvollsten mittelalterlichen Höhenburgen der Region ist. Bereits 1106 erstmals erwähnt, erzählt sie von Macht, Zerstörung und Wandel. Die heutige Anlage aus Ruine, Bergfried, Vorburg und befestigter Burgsiedlung spiegelt die bewegte Geschichte dieses einstigen Herrschaftssitzes wider. 1669 zerstörte ein Brand große Teile der Burg und des Oberdorfes. Danach entstand ein Barockschloss, das in den Reunionskriegen unter Louis XIV erneut beschädigt wurde. Nach der Versteigerung im Jahr 1805 verfiel die Anlage zunehmend und diente zeitweise sogar als Steinbruch – bis sie zur romantischen Ruine wurde.
Mittelalterlicher Grundriss bis heute erlebbar
Besonders sehenswert sind die gut erhaltene Vorburg, die Ringmauer mit zwei Toranlagen sowie die Überreste des Schlosses. Ein nahezu unveränderter, rund 600 Jahre alter Stadtgrundriss macht den historischen Charakter des Burgortes bis heute erlebbar.
Die Katholische Pfarrgemeinde St. Matthias Reifferscheid bietet regelmäßig sonntags Führungen durch den Burgbering und die Kirche St. Matthias an. Dort befindet sich die im 17. Jahrhundert angelegte Grablege der Grafen von Salm-Reifferscheid, die erst im 19. Jahrhundert wiederentdeckt wurde.
Am ersten Adventswochenende verwandelt sich die Burganlage in eine stimmungsvolle Kulisse für den traditionellen Weihnachtsmarkt. Zudem liegt Burg Reifferscheid direkt an der Burgen-Route und ist damit ein ideales Ziel für Wandernde und Radfahrende.
Burg Reifferscheid
Zehntweg
53940 Hellenthal-Reifferscheid