Museeum in der Landschaft - Römische Villa Bodenbach

Bodenbach

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Die römische Villa ist als Fundort seit 1890 bekannt und wurde von der Ortsgemeinde Bodenbach ab dem Jahre 2003 mit den modernsten geophysikalischen Prospektionsmethoden untersucht. In den Jahren 2010 und 2013 fanden dann archäologische Grabungen statt. Es zeigte sich, dass eine im 1. Jh. n. Chr. als rein ziviler Bauernhof errichtete röm. Villa im 3. Jh. n. Chr. von den Bewohnern als uneinnehmbare militärische Festung gegen einfallende Germanen umgebaut wurde. Hierbei wurden viele spannende Einsichten und Erkenntnisse ans Licht geholt. Um dieses Wissen zu erhalten, hat sich der Ortsgemeinderat entschlossen, den Grundriss der Villa und der Befestigungsanlage vor Ort mit einer Bepflanzung zu visualisieren. Dieses Projekt wurde von EU und dem Land Rheinland-Pfalz mit 65% bezuschusst.  Informationstafeln liefern das nötige Hintergrundwissen. Somit werden die Grabungsergebnisse, aber auch die röm. Villa und ihre wechselhafte Geschichte für den Besucher,  vergleichbar einem Museum in der Landschaft, erfahr- und erlebbar gemacht.

Auf einen Blick

Öffnungszeiten

  • Vom 1. Januar bis 31. Dezember

    Ganzjährig

Ort

Bodenbach


Kontakt

Museeum in der Landschaft - Römische Villa Bodenbach
Flurweg
53539 Bodenbach
Telefon: (0049) 269287218

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Quelle der Lieser

Quelle der Lieser

Quelle der Lieser Die Lieser ist ein 73,6 km langer, orografisch linksseitiger bzw. nördlicher Zufluss der Mosel in Rheinland-Pfalz. Ihr Einzugsgebiet umfasst 402,4 km².Die Lieser entspringt in der Hocheifel, dem höchsten Teil des Mittelgebirges Eifel. Ihre Quelle liegt bei Boxberg, einer Gemeinde im Landkreis Vulkaneifel.Die Lieser fließt in überwiegend südlicher Richtung und größtenteils ein paar Kilometer westlich parallel zur A 1. Sie verläuft durch Daun, der Kreisstadt des Landkreises Vulkaneifel, worin sie die Bundesstraßen 257 und 421 kreuzt. Anschließend gelangt sie in den Landkreis Bernkastel-Wittlich. Darin verläuft sie durch Manderscheid, wonach rechtsseitig die von Nord-Nordwesten heran fließende Kleine Kyll als längster Lieser-Zufluss einmündet. Danach erreicht die Lieser bei Wittlich, der Kreisstadt des Landkreises Bernkastel-Wittlich, die Wittlicher Senke und durchbricht die Moselberge.Schließlich mündet die etwa aus Richtung Norden heran fließende Lieser bei der Gemeinde Lieser in die von Südwesten kommende Mosel.

Wacholder

Wacholderschutzgebiet

WachholderschutzgebietJuniperus communis Heide und Grasland mit vereinzelt stehendem Wacholder bis 1,5m hoch auf einer Fläche von ca. 1 Hektar. Östlich der Ortslage von Zermüllen auf dem Müllenberg. [Rita Gehendges: Naturdenkmale des Landkreises Daun] Historische Landschaftsbilder Die Eifel im Heide- und Wacholderkleid des 19. Jahrhunderts Dr. Werner Schwind, Gerolstein Das Landschaftsbild der Eifel hat sich in den letzten 100 bis 150 Jahren erheblich gewandelt. Wiesenmeliorationen, Ödlandaufforstungen, Umwandlung von Laub- in Nadelwälder, Abbau oder Teilabbau von vulkanischen Bergen und nicht zuletzt Straßen- und Häuserbau haben der Eifel ein neues Gesicht verliehen. Auf diesen - außerordentlich interessanten - Gesamtkomplex wollen wir im folgenden aber nicht näher eingehen. Vielmehr soll an dieser Stelle nur ein Hinweis auf die Eifel im 19. Jahrhundert als Heide- und Wacholderlandschaft gegeben werden. Es existierten im Prinzip zwei dominierende Heidetypen, einmal die Heiden mit Calluna vulgaris auf den sauren Unterdevon- und Buntsandsteinböden, zum anderen die Heiden der Kalkgebiete. Die Heideflächen mit ihrer unterschiedlich lichten Wacholderbestockung waren keine natürlichen, sondern rein anthropogene (menschlich bedingte) Gebilde. Der Wacholder (Juniperus communis) verbreitete sich auf den Ödländereien vor allem dort, wo ständige Beweidung mit Schafen pflanzliche Konkurrenz ausschaltete beziehungsweise schwächte und dem konkurrenzschwachen, aber anspruchslosen Wacholder auf diese Weise gute Verjüngungsmöglichkeiten geboten wurden. Heute erinnern nur noch wenige Flächen in der Eifel an Juniperus communis, so zum Beispiel das kleine Wacholderschutzgebiet bei Bleckhausen oder die reizvollen Wacholderheiden in der Dollendorfer Kalkmulde. Die Landschaft der Eifel besaß im vergangenen Jahrhundert zweifellos einen außergewöhnlichen Reiz, sie verdeutlichte aber auch die enormen landeskulturellen Probleme dieser damals armen, rückständigen Region. Die Wirkung der Heide- und Wacholderflächen auf den Betrachter wird in verschiedenen gedruckten und ungedruckten Landschaftsbeschreibungen des 19. Jahrhunderts plastisch aufgezeigt. Sie war sehr unterschiedlich, je nach der mehr realistischen oder romantischen Ader der Verfasser. Während die einen von der Heide als trostloser Öde sprachen, verkörperte für andere die Heide höchsten landschaftlichen Reiz. Besonderen Eindruck auf den Betrachter (vor allem auf denjenigen, der nicht in der Eifel lebte) hinterließen meist die Wacholdertriften. Koernicke und Roth (1907, Vegetationsbilder) bezeichneten den Wacholder als das für die Eifel charakteristische Nadelholz. Er beherrschte ihrer Beschreibung nach fast alle höher gelegenen Calluneten, wo er in schier unendlichen Mengen, teils einzeln stehend,…, teils zu dichten Trupps und Dickichten vereint, die Heide besetzt hielt. Der Wacholder trat in Exemplaren bis zu 7 Meter auf. Von diesen Wacholderheiden muß eine seltsame Faszination ausgegangen sein, denn Koernicke und Roth schreiben, daß ein besonders starkes naturempfindliches Gemüt dazu gehöre, um den schweren, düsteren Eindruck zu ertragen und die herbe Schönheit voll zu erfassen, die in dieser weltabgeschiedenen Wacholderlandschaft lag. Daß die Beschreibung dieses Vegetationsbildes vom Beginn unseres Jahrhunderts aus der Eitel stammt, erscheint heute fast unglaublich. Tatsächlich bestanden aber Mitte des 19. Jahrhunderts mehr als 200 000 Hektar dieser Region aus Öd-, Wild- und Schiffelland, wovon ein nicht bekannter, aber sicher nicht unbedeutender Teil mehr oder weniger licht mit Wacholder bestockt war. Auch Heimatdichter wie W. Müller konnten sich dem Reiz der Heide- und Wacholderflächen nicht entziehen: Auch dort die Höhe, wo roth die Halde blüht, Wo immergrün Wacholderstauden ragen, Die Schlehe reift, die Hagebutte glüht, Hab' ich durchstreift an manchen schönen Tagen; Einen optischen Eindruck der damaligen Eifelheide verdanken wir - von den sogenannten Tranchot-Karten einmal abgesehen - neben wenigen Restflächen und einigen Fotografien vor allem Gemälden bekannter Landschaftsmaler wie zum Beispiel Fritz von Wille oder Wilhelm Degode. Die betreffenden Gemälde zeigen faszinierende Landschaftsbilder, lassen aus landeskultureller Sicht aber auch die Unfruchtbarkeit großer Eifelbereiche erkennen, bevor die großen landwirtschaftlichen Meliorationsmaßnahmen begannen.

Alfelskreuz groß

Afelskreuz

AfelskreuzDas Afelskreuz (Ablasskreuz) steht an einer alten römischen Heerstraße.Seit Jahrhunderten wallfahren über diesen Weg die Pilger aus dem Bonn-Kölner Raum zum Grab des Apostels Matthias nach Trier.Im Volksmund heißt dieser Weg deshalb auch Pilgerstraße. Es gibt jedoch noch eine andere Bezeichnung: bis in die dreißiger Jahre unseres Jahrhunderts trieben Bauern und Händler Rinder und Schweine am Afelskreuz vorbei zu den Märkten nach Kelberg und Mehren. Dieser Tatsache verdankt der Weg seinen zweiten Namen: Ferkelstraße.