Weinfelder Maar mit Kapelle, © Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH/D. Ketz

Maare der Eifel

Die mit Wasser gefüllten Maare sind das Markenzeichen der Vulkaneifel. Doch was ist eigentlich ein Maar?

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Die Bezeichnung Maar ist abgeleitet aus dem lateinischen "mare" (=Meer) und gilt für den durch Wasserdampf-Eruptionen entstandenen, trichterförmigen Vulkantypus, der in die Landschaft "eingesprengt" ist und sich oft als schüsselartige Form präsentiert.

In der ersten Entstehungsphase eines Maars trifft aufsteigendes Magma auf wasserführende Gesteinsschichten, wodurch es zu gewaltigen Explosionen kommt. Das umgebende Gestein wird zusammen mit der Magma in kleinste Bestandteile zerfetzt und aus dem Explosionstrichter geschleudert.
Im Bereich des Explosionsherds bildet sich dabei ein Hohlraum, der in einen Explosionsschlot übergeht. Dadurch, dass über dem entstandenen Hohlraum das Gestein zusammenbricht, wird aus dem Explosionsschlot ein Einsturz- oder Maartrichter. Nach Abklingen der vulkanischen Tätigkeit füllten sich die Trichter anschließend mit Wasser.

Insgesamt wurden über 70 Maarvulkane gezählt, nur noch zehn Maare sind heute noch mit Wasser gefüllt, die restlichen sind bereits verlandet.

Überblick

Eichholzmaar

Eichholzmaar

Gerolstein

Das Eichholzmaar mit einem Durchmesser von ca. 120 m und einer maximalen Tiefe von 3 m ist das kleinste und nördlichste wassergefüllte Maar der Eifel.

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Gemündener Maar 1

Gemündener Maar

Daun

Dichter Buchenwald, durch den das gleichmäßige Klopfen von Schwarz- und Grauspechten klingt, bedeckt die steilen Hänge des Gemündener Maars. Der tief bewaldete Trichter hat eine fast mystische Aura.

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Holzmaar

Holzmaar, Dürres Maar, Hitsche Maarchen

Daun

Das jüngste namensgebende dieser Dreiergruppe ist das Holzmaar. Es ist das am besten untersuchteste Maar der Eifel.

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Immerather Maar von oben

Immerather Maar

Daun

Tief unten glitzert er, der Maarsee in Form eines Halbmondes mit seinem dicht bewachsenen Ufer. Das Immerather Maar, das mit seinen umliegenden Wiesen und Weiden einen besonderen Reiz ausstrahlt, ist eines der kleinsten Eifelaugen.

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Jungferweiher

Jungferweiher

Ulmen

Ein wahres Paradies erstreckt sich am Rande des Örtchens Ulmen auf einer Hochfläche unterhalb des Steimelskopfes. Hier brach ein Vulkan mit einer gewaltigen Detonation aus und bildete einen tiefen Krater mit einem Maarsee aus, der heute ein bekanntes Vogelschutzgebiet ist…

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Maar von oben

Meerfelder Maar

Daun

Beeindruckend ist der Blick vom Aussichtsturm „Landesblick“: Rund 200 Meter tiefer glitzert das Meerfelder Maar, sanft eingebettet in den größten Maartrichter der Eifel. Doch nur ein Teil des 1. 700 Meter langen Kessels ist mit Wasser bedeckt.

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Pulvermaar von oben

Pulvermaar

Daun

Fast kreisrund, blaues Wasser und mit wunderschönem Buchenwald bestandene, steile Hänge – das Pulvermaar ist ein Maar wie aus dem Bilderbuch! Dabei ist es mit seinen 74 Metern so tief wie kein anderer der einzigartigen Eifelseen und einer der tiefsten Seen in ganz Deutschland…

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Die Maare von oben

Schalkenmehrener Maar

Daun

Direkt am gleichnamigen Ort gelegen ist das Schalkenmehrener Maar mit einer Fläche von mehr als 21 Fußballfeldern das größte der drei Dauner Eifelaugen.

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Ulmener Maar

Ulmener Maar

Ulmen

Junger Heißsporn – ein passender Titel für das mit etwa 11. 000 Jahren jüngste Eifelmaar. Beim Ausbruch des Ulmener Maarvulkans wurden Millionen Jahre alte Gesteinsschichten zerbrochen und weggeschleudert.

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Weinfelder Maar

Weinfelder Maar

Daun

Als „Sinnbild der Eifelmelancholie“ gilt das Weinfelder Maar. Sanfte Hänge, auf denen im Frühsommer das Eifelgold – wie der Besenginster im Volksmund heißt – leuchtet, liegen rund um das meist türkis schimmernde Wasser.

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