Felsenweg 1 - Weilerbach - Hohllay | Wanderwege NaturWanderPark delux
Felsen Huel Lee/Hohllay am Felsenweg 1, © Eifel Tourismus GmbH, D. Ketz
  • Strecke: 19,7 km
  • Dauer: 06:00 h
  • Schwierigkeit: schwer

Felsenweg 1 - Weilerbach - Hohllay

Echternach

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Wanderung auf engen Pfaden durch eine wilde Felsenlandschaft 

Schmale Schluchten, mystische Höhlen und weite Buchenwälder – der Felsenweg 1 im NaturWanderPark delux in der Südeifel hat es in sich. Es ist eine Wandertour, die weit in die Erdgeschichte zurückreicht, in eine Zeit, als Flüsse aus dem Norden Sand in die Region transportierten, der sich im Laufe der Zeit verdichtete und feste Plateaus bildete und hochaufragende Felsen formte. Doch Wasser und Luft arbeiteten im Laufe der Jahrmillionen an diesen Felsen, weichten ihr Fundament auf, Frost sprengte Risse in die Felsen, große Brocken stürzten ab. Enge Schluchten haben sich gebildet, durch die Wanderer heute ihren Weg auf der Tour finden. Bizarre Felsformationen bilden förmlich ein Meer von Steinen inmitten des Waldes.
Die Menschen arrangierten sich mit dieser Landschaft, sie fühlten sich beschützt von den Felsen und Höhlen, nutzten die Plateaus um Gärten und Äcker anzulegen und hinterließen ihre Spuren. Wie in der Hohlay, in der früher Mühlstein abgebaut wurde. Im Aesbachtal verläuft der Pfad am plätschernden Wasser entlang, tief unten im Tal wo die Sonnenstrahlen für mystische Schattenspiele sorgen. Schmale Holzstege weisen den Weg in diese Schattenwelt.

Tipp: Nach dieser ereignisreichen Tour haben sich die Wanderer eine Stärkung verdient. Umgeben von einer idyllischen Gartenlage liegt Schloss Weilerbach. Idealer Rückzugsort ist das Museumscafé, das zwischen Ostern bis Mitte Oktober geöffnet ist

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Markierung der Tour:

  • NaturWanderPark delux Wegmarkierung
gpx: Naturwanderpark delux-Felsenweg 1

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Highlights auf der Strecke

Liborius Kapelle

Die Liborius Kapelle, © D. Ketz, naturwanderpark.eu


Hoch über dem Sauertal steht die Kapelle zu Ehren des Heiligen Liborius, des Bischofs von LeMans, zu der von Echternacherbrück aus ein steiler, vielstufiger Weg hinaufführt. Eine Kapelle an diesem Platz ist erstmals im Jahre 1680 in Schriftzeugnissen erwähnt. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde an gleicher Stelle eine neue Kapelle erbaut und Ende des 2. Weltkrieges zerstört. 1951 wurde die dritte, heute noch stehende Kapelle errichtet.

Eine grandiose Aussicht
Von der Plattform vor der Kapelle hat man einen herrlichen Blick auf Echternach, die älteste Stadt des Großherzogtums Luxemburg, mit der berühmten Willibrord-Basilika und der ehemaligen Abtei. Nur wenige Schritte von der Kapelle entfernt führen steinerne Stufen hinunter in eine in den Fels gehauene Klause, die seit jeher zur Kapelle gehörte. Seit Ende des 16. Jahrhunderts bewohnten Einsiedlermönche des Klosters Echternach diesen Ort.

Hinweis: Ein bequemer Zugang zur Liboriuskapelle besteht vom Ernzer Hof in Ernzen aus. Vom Parkplatz sind es nur wenige hundert Meter bis zur Kapelle am Plateaurand. Inzwischen ist der Bereich um die Liboriuskapelle in einem deutsch-luxemburgischen Projekt zu einem barrierefreien Aussichtspunkt ausgebaut worden.

Ein Besuch der Liborius Kapelle ergibt sich unter anderem bei einer Wanderung auf der Premium-Route Felsenweg 6 des NaturWanderPark Delux.

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Schloss und Eisenhütte Weilerbach

Schloss Weilerbach, © Eifel Tourismus GmbH, D. Ketz

1780 ließ Emmanuel Limpach, der letzte Abt von Echternach, das elegante spätbarocke Schloss nahe Bollendorf errichten. Über den Hausherrn gibt das in Stein gemeißelte Doppelwappen im Mittelgiebel der Schlossfassade Auskunft, und die Trübsinn abwehrenden Fratzen über den Fenstern weisen den Bau als Sommersitz, als Lustschloss aus.

Ein Weg führt zur erhöht gelegenen Gartenanlage mit Pavillon, Terrassen und einem Brunnenhaus. Doch sind noch zahlreiche weitere Gebäude in der Umgebung des Schlosses zu sehen, die meisten davon heute Ruinen. Sie bezeugen, dass Abt Limpach nicht nur lebensfroh, sondern vor allem ein Geschäftsmann war: Sein Schloss diente zugleich als Verwaltungssitz der zuvor neu errichteten, großen Eisenhütte am Weilerbach. Wie kam es dazu?

Bevor er 1775 zum Abt gewählt wurde, hatte sich der technisch interessierte Mönch Limpach um den Betrieb einer kleinen, aber wenig erfolgreichen Eisenhütte an der Sauer oberhalb Bollendorfs, die heutige Altschmiede, gekümmert. Zwischen 1777 und 1779 ließ er dann am Weilerbach eine neue, größere Eisenhütte errichten und ein Jahr später das Schloss, erbaut nach den Plänen des Tiroler Baumeisters Paul Mungenast.

Die teilweise wieder aufgebauten Überreste von Schneidwerk, Schmelze, Formerei und Schlackenpochwerk aus dem 18. Jahrhundert sind heute noch zu sehen und können bei Führungen besichtigt werden. Der Weiher zwischen Schloß und Hütte diente ursprünglich zur Energieversorgung. Aus der Gründungszeit der Eisenhütte stammen auch das Pförtnerhaus gegenüber dem Schloss sowie die ehemalige Remise, heute ein Museumscafé. Das frühere Haus des Hüttenmeisters steht nahe der Straße nach Bollendorf.

Abt Limpach widmete sich so intensiv dem Ausbau der Eisenhütte, dass sich die Mönche seiner Abtei beim Trierer Kurfürsten über ihn beschwerten; er musste sich später aus dem Geschäftsleben zurückziehen. Schloss und Hütte wurden nach dem Einmarsch der französischen Revolutionstruppen 1794 verstaatlicht und wenige Jahre später an private Eigentümer verkauft. Sie führten den Betrieb mit Erfolg weiter. Auch im 19. Jahrhundert wurden Roheisen und Gußeisen hergestellt, so z.B. Takenplatten und Öfen aus Gußeisen, später landwirtschaftliche Geräte. Vielen Familien der benachbarten Dörfer bot der Hüttenbetrieb einen Arbeitsplatz.

Der allmähliche Niedergang der Weilerbacher Hütte begann nach dem ersten Weltkrieg, und 1958 wurde der Betrieb endgültig eingestellt. Nachdem das Schloss während der Ardennenoffensive 1944/45 stark beschädigt worden war, blieb es in der Folgezeit dem Verfall preisgegeben. Doch sein Schicksal wandte sich: Zwischen 1987 und 1992 wurde Schloss Weilerbach vollständig restauriert und erstrahlt seitdem in neuem Glanz.

In der ehemaligen Remise wurde ein Museumscafé eingerichtet (geöffnet Ostern bis Mitte Oktober).

Die Wanderwege Felsenweg 2  und Felsenweg 3 im NaturWanderPark delux führen am Schloss Weilerbach vorbei.

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Museumscafé Remise Schloss Weilerbach

Schloss Weilerbach., © Felsenland Südeifel Tourismus GmbH / AC Krebs

Inmitten der aufwändig restaurierten Schlossanlage Weilerbach, finden Sie die Remise. Im Museumscafé genießen Sie Leckereien umgeben von hochwertigen Öfen, welche früher in Weilerbach hergestellt wurden.

Auf der Sonnenterrasse haben Sie direkten Blick auf das herrschaftliche Schloss Weilerbach. Hier lässt es sich aushalten.

Der anschließende Spaziergang im Schlossgarten rundet Ihren Aufenthalt ab.

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Infos zu dieser Route

Start: Rue du Pont an der alten Grenzbrücke, Echternach (L)

Ziel: Rue du Pont an der alten Grenzbrücke, Echternach (L)

Streckenlänge: 19,7 km

Dauer: 06:00 h

Schwierigkeitsgrad: schwer

Tourenart: Wandern

Aufstieg: 438 m

Abstieg: 438 m

Merkmale:

  • Rundtour

Tipps zur Tour

Alternative Startpunkte:

  • Wanderparkplatz an der K19, 54669 Weilerbach
  • Wanderparkplatz Hohllay, 6550 Berdorf

Eifel Tourismus GmbH

Kalvarienbergstraße 1
54595 Prüm
Telefon: +49 6551 96560

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