St. Marien, Kretz

Kretz

Inhalte teilen:

Kretz war nie eine selbstständige Pfarrgemeinde, die Gläubigen wurden wie heute auch von der Geistlichkeit aus Kruft betreut. Wann in Kretz eine Kapelle errichtet wurde, ist urkundlich nicht festzustellen. Spätestens in den1680ern gab es aber am heutigen Friedhof eine schlichte Annakapelle, welche durch die Grafen von Virneburg und von der Leyen errichtet wurde. In ihr wurden Wochenmessen gefeiert, ihr weiteres Schicksal ist nicht bekannt. Im Jahre 1867 beschloss die Gemeinde den Bau einer größeren Kapelle, am 15. März 1868 legte man den Grundstein. Die Kirche wurde in den nächsten zwei Jahren im neugotischen Still von Vincent Statz erbaut. Dieser Kölner Architekt gilt als eine der bedeutendsten Vertreter der Neugotik im Rheinland, er plante ebenfalls der Bau der Pfarrkirche St. Willibrord in Plaidt. Das umliegende Gartengelände sollte als Friedhof genutzt werden, was aber von der Behörde zunächst nicht genehmigt wurde. Der Bau der Kirche kostete 3244 Taler. Gewidmet ist sie zu "Ehren der Geburt Mariens". Patronatstag ist der 8. September. Die Gewölbestreben und -säulen sind aus dem Tuff der nahgelegenen Stollen im Brohltal gefertigt. Im Innern der Kirche sind eine wertvolle Madona-Statue aus dem 13. Jahrhundert, sowie eine seltene Anna- Selbstdritt-Darstellung (Anna, Maria, Jesus) und eine Herz-Jesu-Figur zu finden. Der Altar, aus "Riedener Stein" gefertigt, kostete 200 Taler.

Ort

Kretz


Kontakt

St. Marien
Hauptstraße 35
56630 Kretz

Planen Sie Ihre Anreise

Route anzeigen per Google Maps

Reisen mit der Deutschen Bahn

Das könnte Sie auch interessieren

Trasshöhlen Eingang, © Foto Achim Meurer

Trasshöhlen

Der Himmel im Brohltal verdunkelte sich, als nur fünf Kilometer entfernt der Laacher-See-Vulkan ausbrach.Ein glühend heißes Gemisch aus Lavapartikeln und Gasen schoss in Intervallen bis in die Atmosphäre. Jedes Mal, wenn die Eruptivsäule zusammenbrach, raste das Material wie auf einem Luftkissen durch die umliegenden Täler – Asche und Lavapartikel füllten die Täler bis zu 60 Meter hoch auf. Die einst lockeren Materialien der Glutlawine sind im Laufe der Zeit zu einem Gestein verbacken, das man in unserer Region „Trass“ nennt.