Löwen- und Philippsburg in Monreal

Monreal

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Die benachbarten Ruinen der Löwenburg, auch als Burg Monreal bekannt, und der Philippsburg, im Volksmund "das Rech" (Reh) genannt, thronen erhaben über dem malerischen Fachwerkdorf Monreal auf einem 350 m ü. NN hohen Bergsporn.

Die Löwenburg

Die Löwenburg im Fachwerkdorf Monreal ist eine sogenannte Spornburg und wurde erstmals im Jahre 1229 urkundlich erwähnt. Graf Hermann III. von Virneburg gilt als Erbauer der Löwenburg. Überlieferungen zufolge soll er die Anlage nach einem Teilungsvertrag auf dem Grund und Boden seines Bruders Philipp erbaut haben. Der dadurch entstandene Bruderzwist wurde jedoch später beigelegt und Philipp trat seine Rechte an der Region an seinen Bruder ab.

Die Philippsburg

Die Philippsburg wurde ebenfalls im 13. Jahrhundert errichtet. Des Beinamen "Rech" (Reh) im Volkamund hat die Philippsburg aufgrund ihrer geringeren Größe im Vergleich zur Löwenburg. Bezüglich ihrer Existenz gibt es zwei unterschiedliche Theorien: So soll die Phillipsburg einerseits lediglich als Vor- bzw. Außenwerk der Löwenburg erbaut oder andererseits als „Antwort“ Philipps auf den unerlaubten Bau der Löwenburg durch seinen Bruder erfolgt sein.

Geschichtliche Entwicklung

Die Grafen von Virneburg unterhielten gute Beziehungen zum Kurfürstentum Köln. Hierdurch und die Überfälle von Heinrich II. von Virneburg auf die kurtrierische Stadt Mayen, entwickelte sich eine Fehde zwischen dem Trierer Erzbischof und den Virneburgern. Auf Vermittlung des Kölner Erzbischofs wurde sich darauf geeinigt, dass Heinrich II. die Burg Monreal nach dem Tode seines Vaters Robert III. von Virneburg Trier zu Lehen auftragen sollte, was auch geschah. Unter Robert IV. von Virneburg, der zwischen 1384 und 1445 Herr von Monreal war, wurde die Anlage weiter ausgebaut und diente im 14. und 15. Jahrhundert mehrfach als Witwensitz der Grafenfamilie. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts hatte Monreal die Stammburg der Grafenfamilie in Virneburg bereits als Hauptsitz abgelöst.

Als das Geschlecht derer von Virneburg mit dem letzten Grafen Cuno im Jahr 1545 im Mannesstamm erlosch, folgte Heinrich von Leiningen als Lehnsmann. Doch nach 1555 vergab der Trierer Kurfürst das Lehen nicht neu, sondern setzte einen eigenen Amtmann ein.

Die stattlichen Befestigungsanlagen nahmen bei dem vergeblichen Versuch, die Stadt gegen schwedische Truppen zu verteidigen, im Jahre 1632 schweren Schaden und wurden 1689 im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekriegs von französischen Truppen endgültig zerstört. 1815 gelangten die Ruinen Staatsbesitz und verblieben dort, bis die staatliche Schlösserverwaltung (heute: Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz) Eigentümerin der Hauptburg wurde.

Von der Löwenburg sind große Teile erhalten, aus denen das einstige Erscheinungsbild der Burg noch gut abzuleiten ist. Weithin sichtbar sind vor allem die Überreste des 25 Meter hohen Bergfrieds mit seinen drei Meter starken Mauern. Sein Hocheingang zeigt in Richtung Tal, also zu der dem Feind abgewandten Seite. Der Turm ist ebenfalls zugänglich.

Auch von der Philippsburg sind noch einige Überreste erhalten geblieben. So vor allem der Nordwestturm und die restaurierte Südmauer.

Auf einen Blick

Öffnungszeiten

  • Vom 1. Januar bis 31. Dezember

    Ein Besuch der Burgruinen ist, je nach Witterung, ganzjährig möglich.

Ort

Monreal

Kontakt

Fachwerkdorf Monreal
Marktplatz
56729 Monreal
Telefon: (0049) 02651 800995
Fax: (0049) 02651 800920

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