Irreler Wasserfälle

Irrel

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Wo sind die Wasserfälle? Das fragen sich manche Wanderer, wenn sie auf der überdachten Holzbrücke stehen, die zwischen Irrel und Prümzurlay über die Prüm führt. Bereits im 19. Jahrhundert erhielten die imposanten Stromschnellen, auf die man von der Brücke herabschaut, diesen Namen. Wer historische Fotos betrachtet, sieht unzählige Kaskaden und wild spritzendes Wasser; das Schauspiel mag seit dem Bau des Bitburger Stausees in den 70er Jahren etwas ruhiger geworden sein, aber beeindruckend ist es nach wie vor und die Wasserfälle sind ein Ort mit einer ganz besonderen Atmosphäre. 

Durch ein Meer von wild durcheinandergewürfelten Felsblöcken bahnt sich das Wasser der Prüm seinen Weg. Bei Hochwasser nimmt dieses Schauspiel fast beängstigende Ausmaße an, und es gehört Mut und sehr viel Können dazu, mit einem Wildwasser-Kajak die Durchquerung der Irreler Wasserfälle zu wagen, wie es die Wassersportler alljährlich im Herbst tun. Doch die Irreler Wasserfälle sind vor allem ein Naturerlebnis und ein ökologisch sensibles Areal, auf das jeder Besucher Rücksicht nehmen sollte.

Eine spannende Entstehungsgeschichte
Die Entstehung der Stromschnellen hängt eng mit der der Teufelsschlucht zusammen - und damit mit den gewaltigen Felsstürzen am Rand des Ferschweiler Plateaus, die sich am Ende der letzten Eiszeit vor etwa 11.000 Jahren ereigneten. Damals brachen so viele Felsblöcke aus Lias-Sandstein am Rand der Hochfläche ab, dass sie im 170 Meter tiefer gelegenen Flusstal eine natürliche Staumauer bildeten. Es entstand ein See, der heute noch an ungewöhnlich mächtigen Auensedimenten, den Ablagerungen von feinsten Erd- und Sandpartikeln, nachweisbar ist, die sich flussaufwärts bis Holsthum ziehen.

Mittlerweile wurde die steinerne Wand durch die Kraft des Wassers durchbrochen, und die Prüm bahnt sich ihren Weg zwischen den mächtigen Felsblöcken hindurch. Und in dem tiefgründigen, gut durchfeuchteten Boden des Prümtals wächst seit Jahrzehnten der besonders geschätzte Holsthumer Hopfen.

Viele Wege führen von den Irreler Wasserfällen in alle Richtungen: Die Schwesterskulptur des Kunstwerks von Christoph Mancke, "Ein Zeichen für die Teufelsschlucht", weist den Weg zur bekanntesten Schlucht der Südeifel. Er ist als Zubringer des Premiumweges "Felsenweg 6" im NaturWanderPark delux ausgewiesen. Auch die "Teuflische Acht", eine wunderschöne Route, führt hoch zum Rand des Ferschweiler Plateaus und zur Teufelsschlucht. Die Wasserfälle liegen zudem an einen weiteren Premiumwanderweg, dem "Felsenweg 5", benannt nach der auf der anderen Prümseite gelegenen "Prümer Burg" oberhalb des Dorfes Prümzurlay.    

Auf einen Blick

Öffnungszeiten

  • Vom 1. Januar bis 31. Dezember

    Die Irreler Wasserfälle sind jederzeit frei zugänglich.

Ort

Irrel

Kontakt

Steinkistengrab Schankweiler
An der Brücke
54668 Schankweiler
Telefon: (0049) 6525 933930
Fax: (0049) 6525 9339329

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