Wilde Narzissen wachsen in der Eifel., © Naturpark Hohes Venn - Eifel

Narzissenblüte Eifel

Wilde Narzissen in der Eifel verwandeln Wiesen in gelbe Blütenteppiche.

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Es ist ein farbenprächtiges und seltenes Naturschauspiel, was sich im Frühjahr im Perlenbach- und Fuhrtsbachtal bei Monschau sowie im Oleftal bei Hellenthal in der Eifel bietet: Rund sechs Millionen wild wachsende kleine Narzissen breiten sich zu großen gelben Teppichen aus und kündigen den Frühling an. Auf einer Fläche von rund 280 Hektar sind sie verbreitet – neben der Eifel gibt es diese Wiesen mit wild blühenden Narzissen nur noch im Hunsrück.

Geschütztes Naturgut

Dieses Naturgut wird geschätzt und gepflegt, der Anblick dieser zierlichen kleinen Pflanzen in dieser üppigen Vielzahl ist einfach unbeschreiblich und schön anzusehen. Doch es wäre beinahe vorbei gewesen mit den wilden Narzissenwiesen. Rund 600 Jahre wurde auf diesen Wiesen Heu für das Vieh gewonnen. Im Vorfrühling wurden sie mit einem speziellen Bewässerungssystem, den sogenannten Flüxgräben, mit dem schwebstoffhaltigen Bachwasser gedüngt. Auf diese Weise entstanden über die Jahrhunderte diese Wiesen, die sich im Frühjahr in ein Blumenmeer verwandeln und Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere sind. In den 1950er Jahren lohnte sich jedoch die Heunutzung nicht mehr. Stattdessen wurden die Talwiesen mit Fichten aufgeforstet. Die wachsenden Fichtenwälder verdrängten die Wiesenblumen und damit auch die Artenvielfalt. Dank einer Initiative der NRW-Stiftung wurde das Gebiet 1976 schließlich unter Naturschutz gestellt, um die Wiesen mit ihren prachtvollen Blumen zu schützen. Von Landwirten wird das Gebiet nun extensiv genutzt – es darf nicht gedüngt werden und es wird nur einmal spät im Jahr gemäht und die Fichten wurden entfernt: Es gab wieder Raum für die wild wachsenden Narzissen, den Bärwurz, blumenreiche Feucht- und Sumpfwiesen und arnikareiche Borstgrasrasen. Die Artenvielfalt hat sich erholt und Schmetterlinge, Käfer und Vögel fühlen sich wieder zu Hause. 


Wanderung zu den Narzissen

Dieses Gebiet ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert, doch im Frühjahr – besonders im April –  locken die wilden Narzissen mit ihrem leuchtenden Gelb. Eine Wanderung ist in dieser Zeit ein besonderer Genuss. Das Perlenbachtal ist auf eigene Faust gut zu entdecken – es gibt einen knapp zwölf Kilometer langen Wanderweg "Narzissenroute" – es werden aber auch Führungen angeboten, bei denen die Wanderer viel Wissenswertes über Fauna und Flora erfahren. 

Geführte Wanderungen
Von Anfang April bis Anfang Mai werden Führungen angeboten. Die geführten Wanderungen dauern etwa drei Stunden und finden bei jedem Wetter statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind erforderlich

Kostenbeitrag:

  • Erwachsene 5 Euro, Kinder 3 Euro.
     

Treffpunkte:

  • Im Perlenbachtal bei Monschau-Höfen:
    "Naturhaus Seebend", Hauptstrasse 123, 52156 Monschau-Höfen, an der Ortsdurchfahrt B 258 in Höfen
    (nächste Bushaltestelle: Höfen, Hermesstraße).
  • Im Oleftal bei Hellenthal-Hollerath:
    Parkplatz "Hollerather Knie" an der B 265, Luxemburger Strasse, südlich Hellenthal-Hollerath, der Parkplatz ist ausgeschildert. Koordinaten: 50° 27' 13'' N, 6° 22' 41'' E.(nächste TaxiBus-Haltestelle: Hollerath, Zollstelle)


Narzissenfest

Ganz in Gelb schwelgen können Besucher auch beim Narzissenfest. Jedes Jahr im April findet es an wechselnden Orten statt. 2016 wurde in Monschau-Höfen gefeiert. Für die Besucher gibt es kostenlose Führungen entlang der Narzissenwiesen, auch eine spezielle Kinder-Führung.

Ausstellung im Nationalpark-Tor Höfen

Wer die Narzissenwiesen nicht erwandern möchte oder außerhalb der Blütezeit unterwegs ist, kann sich im Nationalpark-Tor Monschau-Höfen eine interessante Ausstellung ansehen. Sie umfasst auch eine Diashow und einen Film über die wilden Narzissen.

Naturhaus Seebend

Hauptstr. 123
52156 Monschau-Höfen
Telefon: 0049 2472 912886

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