Weihendenkmal des Gottes Intarabus in Ernzen

Ernzen

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Westlich von Ernzen wurden mehrere bearbeitete Sandsteinfragmente gefunden, aus denen sich ein Weihedenkmal des frühen 2. Jahrhunderts n. Chr. rekonstruieren ließ. Die nur teilweise erhaltene Inschrift lautet

(Marti In)tarabo (aediculam) sua impensa.... L. Germanius (restituit) ....us d(ono) d(edit) "Dem (Mars I)ntarabus hat L. Germanius ....us (eine Kapelle) auf eigene Kosten (erneuert) und zum Geschenk gegeben.“

Sie besagt also, daß ein L. Germanius dieses Weihedenkmal auf eigene Kosten dem Intarabus gestiftet bzw. wiedererrichtet hat. Er muss ein wohlhabender Mann gewesen sein. Den Gott Intarabus verehrten die keltischen Treverer als Beschützer der Felder. In römischer Zeit wurde er mit dem Gott Mars gleichgesetzt.

Die Rekonstruktion des Weihedenkmals, die heute im Ernzener Messeweg zu sehen ist, zeigt einen Altar mit der Inschrift und einen Baldachin für die Statue des Gottes. Inzwischen gehen Archäologen davon aus, dass das Denkmal anders aussah, nämlich eine "Aedicula", eine kleine Kapelle war. Von der Statue des Gottes, die darin gestanden haben muss, ist leider nichts mehr erhalten.

Die Originalteile des Weihedenkmals aus Ernzen befinden sich im Rheinischen Landesmuseum in Trier. Dieses Museum für Archäologie, eines der wichtigsten in Deutschland und in den letzten Jahren ganz neu gestaltet, ist fraglos einen Ausflug wert.

Ort

Ernzen


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Weihendenkmal des Gottes Intarabus in Ernzen
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