Römisches Kupferbergwerk (Pützlöcher)

Kordel

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Das Römische Bergwerk, "die Pützlöcher" (Pütz = Wasserloch), zählt zu den größten und ältesten römischen Bergwerken in Deutschland. Hier wurde nach Erzen gegraben. Doch die Ausbeute in den Stollen und Schächten scheint relativ gering gewesen zu sein, so dass das Bergwerk nach wenigen Jahren zugunsten eines Steinbruches aufgegeben wurde.

Zahlreiche Schrotgräben, Keil- und Hebellöcher zum Abspalten vorbereiteter Quader lassen einen regen Steinbruchbetrieb erkennen. Teilweise tragen die Quader, die sich in verschiedenen Fertigungsstadien befinden, noch römische Zahlen. In den überlieferten Inschriften (MARCI) kann man den Namen des Steinbruchbesitzers sehen, der auch Quader für die gegen Ende des 2.Jh. n. Chr. errichtete Porta Nigra geliefert hat. Im Rahmen der Steingewinnung wurden die älteren Bergwerksschächte teilweise abgetragen oder halbiert. Der Steinbruch war sicherlich noch im 3. Jh. n. Chr. in Betrieb, worauf unter anderem eine dort gefundene Münze von Kaiser Maximinus Thrax (235 - 238 n. Chr.) schließen läßt.

Für die darauffolgenden Jahrhunderte ist kein Bergbau an der "Pützley" nachweisbar. Erst im 18. Jh. scheint, wie die über dem Stolleneingang eingehauene Jahreszahl 1781 vermuten läßt, nochmals nach Erz geschürft worden zu sein. Zu dieser Zeit bediente man sich schon moderner Sprengtechnik, wobei ein Teil des Hauptstollens eingestürzt ist. Danach wurde noch nach Kupfer geschürft.

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