Einsiedelei auf dem Ernzerberg

Ernzen

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Zahlreiche steile Treppenstufen führen zur in den Fels gehauenen Klause hoch über dem Sauertal mit Blick auf Echternach. Noch sichtbar sind die Überreste dreier Räume, Türen, Treppen und ein Fenster sowie Nischen und ein Weihwasserbecken am Eingang.

Seit Ende des 16. Jahrhunderts bewohnten Einsiedlermönche des Klosters Echternach diese Räume. Sie bewirtschafteten auch den dazugehörigen kleinen Garten und einen Weinberg. Nachdem Kaiser Joseph II. 1783 die beschaulichen Orden aufgehoben hatte, verließ der letzte von ihnen die Felsenklause.

Über die Klause auf dem Ernzerberg schrieb Josef Pütz im Amtsblatt vom 15. Oktober 1982:

"Aus dem bereits erwähnten Aufsatz im "Letzeburger Sondesblaad" entnehmen wir, dass Bruder Arsenius Richter, geb. in Machturn (Lux.) um das Jahr 1659, der erste Einsiedler in der Klause auf dem Ernzerberg gewesen ist. Ihm folgte der 23-jährige Bruder Valentin aus Herber, dann Bruder Germanus Weber. Dieser war nur zwei Jahre auf dem Ernzerberg, von 1735 bis 36.

Die Visitationsberichte erwähnen nichts über sein Leben. Bruder Daniel Hainzelmayer war geboren um 1693 zu Hoenen, einer Stadt in Niederbayern und bewohnte die Klause auf dem Ernzerberg von 1737 bis 1771. Man sagte ihm nach, er sei ein guter und frommer Klausner gewesen, der streng nach der Regel lebte, weshalb ihn seine Mitbrüder verschiedene Male zu ihrem Visitator wählten.

Im Jahre 1771 übernahm Bruder Arsenius Wildanger die Klause. Er war gebürtig aus Dickweiler/Lux. bei Rosport und bewohnte die Eremitage bis zu seinem Tode im Jahre 1777. Auf seinen Wunsch wurde er in der Muttergotteskapelle zu Girst bei Rosport/Lux. begraben.

Der letzte Einsiedler auf dem Ernzerberg war Daniel Haffner aus Singen im Schwabenland. Das im Jahre 1783 verordnete Edikt Joseph II., durch das alle beschaulichen Orden aufgehoben wurden, besiegelte auch das Einsiedlerleben bei der Liboriuskapelle."

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Einsiedelei auf dem Ernzerberg
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