Ausstellung im Leopold-Hoesch-Museum: Vom Leben in Industrielandschaften
29.01. - 16.02.2020

Düren

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Vom Leben in Industrielandschaften – Eine fotografische Bestandsaufnahme ist der erste Teil und damit der Auftakt zu einem zweiteiligen Ausstellungsprojekt, das sich mit künstlerischen Darstellungen von Industrielandschaften im ländlichen Raum auseinandersetzt. Welche Erfahrungen haben Menschen in Industrielandschaften? Welche Formen der Identifikation oder der Distanz, der Ideologisierung oder der Kritik prägen diese Ansichten? Welche Lebensräume werden beschrieben? Welche Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen sie?   Ausgangsmotiv des Ausstellungsprojekts ist das für die Sammlung des Leopold-Hoesch-Museums ikonische Gemälde „Das Lendersdorfer Walzwerk“ von Carl Schütz (1796-1845) aus dem Jahr 1838. Das Bild der Fabrik der Familie Hoesch in Düren-Lendersdorf ist ein typisches Beispiel für das ausgeprägte Selbstbewusstsein und die Art der Selbstdarstellung von Industriellenfamilien zur Zeit der frühen, hiesigen Industrialisierung. Bis heute ist die Landschaft um Düren, zwischen Garzweiler und den Stauseen der Eifel, durch ihre industrielle Nutzung geprägt. Die Ausstellung Vom Leben in Industrielandschaften ist eine Einladung, sich mit den eigenen Wahrnehmungen dieser Landschaft auseinanderzusetzen, mit den widersprüchlichen und komplexen Räumen, die sich zwischen Tagebau, Kraftwerken und Hochspannungsmasten, Papierfabriken, Zuckerrübenäckern und dem relativ nahen Kernkraftwerk Tihange öffnen. Von diesen Überlegungen ausgehend werden die Beziehungen zu Industrielandschaften an anderen Orten der Welt, wie der Lausitz, den Alpen oder Fukushima, in den Blick genommen.
 
Die für Vom Leben in Industrielandschaften – Eine fotografische Bestandsaufnahme grundlegende Frage, inwiefern Fotografie der Komplexität sozialer Realität gerecht werden kann, ist eine mit der Geschichte des Mediums zutiefst verbundene. So ist Berthold Brechts Aussage über eine Fotografie von Albert Renger-Patzsch (1897-1966) als Zitat in Walter Benjamins „Kleine(r) Geschichte der Photographie“ berühmt geworden. Dort heißt es: „Eine Photographie der Kruppwerke oder A.E.G. ergibt beinahe nichts über diese Institute. Die eigentliche Realität ist in die Funktionale gerutscht. Die Verdinglichung der menschlichen Beziehungen, also etwa die Fabrik, gibt die letzteren nicht mehr heraus.“ 

Auf einen Blick

Termine

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  • 16. Februar 2020

Ort

Hoeschplatz 1
52349 Düren

Kontakt

Leopold-Hoesch-Museum
Hoeschplatz 1
52349 Düren
Telefon: (0049)2421252561

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