Geführte Turmbesichtigung in der St. Markuskirche Wittlich

Geführte Turmbesichtigung in der St. Markuskirche Wittlich

02.02.2022

Wittlich

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Heiligenbilder, Figuren, die alte Kanzel und das imposante Uhrwerk der Turmuhr aus dem 17. Jahrhundert haben in der St. Markuskirche in Wittlich ein eigenes Museum im Kirchturm

Der Wind bläst, wenn man über die alten Holzstufen von der Chor-Empore hinauf in den Turm der Wittlicher St.-Markuskirche steigt.
Doch der rund 42 Quadratmeter große Museumsraum, umgeben von mächtigen Bruchsteinmauern, lohnt den Aufstieg und strahlt Würde und Unvergänglichkeit aus. Darin zu finden sind u.a. die Kanzel, die bis 1971 in der Kirche hing, mitsamt ihrer Schallkuppel.
Der Messingdeckel des Taufbeckens ist hier zu sehen, ein Bild des heiligen Judas Thaddäus und eine aus Lindenholz geschnitzte Pieta aus 1906 von dem Wittlicher Andreas Thönes.

Die Kirche wurde 1971/1972 renoviert und viele Werke wurden auf Dachböden oder in Kammern gelagert .
Joachim Krieg, passionierter Kirchenfreund und Ur-Wittlicher, hat sie im Kirchturm aufgestellt, beschriftet und alte Bilder aufgehängt,
die aufzeigen, an welchem Ort in der Kirche sie ihren Platz hatten.
Das kleine Museum beherbergt außerdem eine Schalttafel vom Glockengeläut, das fünf Meter große, feuergeschmiedete Turmkreuz, das von 1709 bis 1723 auf dem Kirchturm thronte und nochmal einige Stufen höher befindet sich das mächtige Uhrwerk der Turmuhr aus dem 17. Jahrhundert.

Rund vier Quadratmeter Platz braucht die handwerkliche Rarität, die der Präzision eines feinmotorischen Uhrmachers und der Kraft eines Schmieds bedurfte, um zu schlagen. Einmal am Tag musste der Küster die Uhr aufziehen, damit die vielen kleinen und großen Zahnräder ineinander greifen konnten. Bis 1911 war sie in St. Markus in Betrieb. Dann kam eine neue Uhr und 1971 sollte die Alte eigentlich verschrottet werden. Der engagierte Wittlicher Schlosser Willi Schrot rettete die Uhr und restaurierte sie liebevoll für die Nachwelt. Leider fand sich jedoch niemand, der die restaurierte Kostbarkeit aussstellen wollte und so kam sie 1997 zunächst in ein Museum in Bad Sobernheim.
Erst 2011 gelangte sie wieder als Dauerleihgabe nach Wittlich in den Turm.

Noch weiter oben, hängen vier der fünf Glocken der St. Markuskirche. Die Ältesten wurden 1708, die Jüngste 2004 gegossen. Dabei ist die Rochusglocke mit 2000 Kilogramm die Schwerste. Die "nur" 116 Kilogramm schwere Taufglocke ertönt im Dachreiter.

Der weite Blick vom Glockenturm über die Stadt bis hinzu den Weinbergen ist der Höhepunkt der Turmbesichtigung und bleibt ein unvergessliches Erlebnis.

Anmeldungen zur Turmbesichtigung bitte bei Elfriede Ambrosius, Tel. 06571/5844.

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Auf einen Blick

Termine

  • Einmalig am 2. Februar 2022
    Um 13:30 Uhr

Ort

Karrstrasse 14 / Kirchstrasse
54516 Wittlich

Kontakt

Eifelverein Ortsgruppe Wittlich
Trierer Straße 34
54516 Wittlich
Telefon: (0049) 6571 265914

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