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Fünf Muße-Pfade im NaturWanderPark delux in der Eifel eröffnet

27. Juli 2022

Es ist so weit: Im Rahmen des europäischen Interreg-Projekts VA „Barrierefreiheit ohne Grenzen“ wurden fünf Rundwanderwege des NaturWanderPark delux zu Muße-Pfaden umgewandelt und nun eröffnet. Das Besondere an diesen Wegen ist, dass die Wanderer auf ihren Touren durch die authentischen Erzählungen tief in die Region eintauchen können. Jeder Weg hat ein eigenes Symbol und eine eigene Geschichte, welche die Gäste auf ihren Wegen begleiten. An verschiedenen Mußeplätzen können sie innehalten, die Erzählungen schaffen eine emotionale Bindung an die Wanderung und erzeugen schöne Erinnerungen.

Im Rahmen eines Pressegespräches stellten Daniela Torgau, Geschäftsführerin des Naturparks Südeifel, Maria Arvanitis, Geschäftsführerin der Tourist-Information Bitburger Land, Andreas Kruppert, Landrat des Eifelkreises und Verbandsvorsteher des ZV Naturpark Südeifel, Janine Fischer, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Bitburger Land, Wolfgang Reh, Eifel Tourismus GmbH und Lynn Schüssler vom Regionalen Tourismusverband Éislek das Projekt vor.

„Zusammen mit den Agenturen CUBE und Markenmut haben wir ein eigenes Kreativteam gebildet und das Konzept mit den regionalen Erzählungen erarbeitet. Dies ist etwas ganz Neues in unserer Region. Alle Beteiligten waren hoch engagiert dabei und wir konnten großartige Geschichten für unsere Wege aufgreifen“, begrüßt Daniela Torgau die Journalisten.

„Unsere Gäste kennen und schätzen die hohe Qualität unserer Wanderwege. Die Wanderer können nun noch besser unsere Geschichte erleben, da sie auf ihren Touren von Erzählungen aus unserer Region begleitet werden“, ergänzt Maria Arvanitis.

Mehrwert für die Besucher

Nicht nur die Bewohner, sondern auch die Gäste nutzen die vielen qualitativ hochwertigen Wanderwege gerne. Erlebnisreiche Wanderungen gehören für die meisten Besucher zu einem gelungenen Eifelurlaub dazu. „Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserer Verbandsgemeinde und in der gesamten Eifel und sichert zahlreiche Arbeitsplätze. Wichtig ist, dass der Tourismus wertig und nachhaltig ist. Er sollte zu uns und unseren Gästen passen, also authentisch sein und aus der Region heraus gelebt werden. Der Identifikation der Einheimischen mit dem Tourismus und den Geschichten und Erlebnissen, die hier stattfinden, kommt eine besondere Bedeutung zu”, sagt Bürgermeisterin Janine Fischer.

Mit den Muße-Pfaden erhalten die Wanderer einen Mehrwert zu den bisherigen Touren. Eine gleichbleibend hohe Qualität der Wege steht dabei an oberster Stelle. „Die Ansprüche der Wanderer haben sich verändert. Während früher informieren, sehen und erleben an vorderster Stelle standen, suchen die Wanderer heute eher einen inneren Nutzen. Achtsamkeit gegenüber sich selbst, die Balance zwischen Körper und Seele und authentische Erfahrungen in der Region stehen heute im Mittelpunkt“, führt Landrat Andreas Kruppert aus.

Die Muße-Pfade

Bei den Muße-Pfaden handelt es sich nicht um neu angelegte Wanderwege, sondern bestehende Rundwanderwege werden zu Muße-Pfaden umgestaltet. Sie beinhalten authentische Geschichten aus der jeweiligen Region. Sie erzählen von Menschen, die seit Jahrhunderten hier lebten, von besonderen Orten und historischen Begebenheiten, von Märchen und Mythen. Die Wanderungen auf den Pfaden animieren, sich bewusst in der Landschaft zu bewegen, sich auf sich selbst zu besinnen und sich Zeit zu nehmen. Mittels Symbolen, Illustrationen und Tafeln werden die Wanderer mitgenommen in die Geschichte des Weges, der auf diese Weise viel emotionaler erlebbar wird.

23 Premium-Rundwege hat der NaturWanderPark delux, fünf wurden zu Muße-Pfaden umgewandelt:

Stausee-Prümtalroute – Das Wunderbuch des Einsiedlers, Symbol: Wunderbuch

Felsenweg 1 – Von berühmten Wölfen und schlauen Füchsen, Symbol: Fuchs und Wolf

Bach-Pfad – „Alv oder die Geister, die wir rufen“; Symbol: Wunschräder

Neuer-Burg-Weg – Die sagenhafte Geschichte um den hohlen Baum; Symbol: Hohler Baum in Form eines Ritterhelms

Nat’Our-Route 1 – Grenzen überwunden, alles ist überwunden, mit dazugehörigen Themeninseln

Die Erzählungen und ihre Symbole

„Der Wanderer erlebt den Weg als lebendige Bühne einer historischen Begebenheit, die heute noch am Schwarzbildchen, also jener uralten hohlen Eiche unweit der Burg Neuerburg, erzählt wird“, berichtet Christian Calonec-Rauchfuß von der Verbandsgemeinde Südeifel von dem Neuer-Burg-Weg. Es ist die Geschichte von dem Edelfräulein Ida von Neuerburg und dem Ritter Kuno und seinem Nebenbuhler, dem Grafen von Vianden. Als Symbol wurde ein hohler Baum in Form eines Ritterhelms gewählt.

Auf der Stausee-Prümtalroute geht es um die kleinen Wunder am Wegesrand. An den Mußeplätzen treffen die Wanderer auf ein dickes Wunderbuch, in dem der Eremit zu Wort kommt. Er erzählt beispielsweise von Kräutern, die Schmerzen lindern oder die Stimmung aufhellen. „Diesen Eremiten hat es tatsächlich gegeben. Es liegt uns seine Korrespondenz mit dem Bischof vor, so dass wir sogar seine Sprechweise nachempfinden konnten“, erklärt Volker Teuschler, der während des Pressetermins nicht nur als Eremit auftritt, sondern sich auch intensiv an der Konzeptionierung der Wege beteiligt hat.

Berühmte Wölfe und schlaue Füchse sind auf dem Felsenweg 1 die Begleiter. Im Mittelpunkt steht das Echternacher Kloster mit seinen Äbten. Wanderer begegnen dem Fuchs und dem Wolf in Form einer meterhohen Stahl-Silhouette, die sich drehen lässt. Auf dem Bach-Pfad geistern die Naturgeister um die Wanderer herum und lassen alte Sagen wieder lebendig werden. Wunschräder sind hier das Symbol. Sie können gedreht werden und sind mit kleinen Lebensweisheiten versehen. Grenzen werden auf der Nat’Our Route 1 sprichwörtlich überwunden und die Bachforelle erzählt, welche Veränderungen der Fluss Our schon erlebt hat. Themeninseln verdeutlichen die Bedeutung der Our für die Menschen im Dreiländereck

Kampf der Elemente in der Eifel

Eingebettet sind die Muße-Pfade in die große Erzählung der Eifel. Der Kampf der Elemente hat die Eifel geformt. Einst krachte es gewaltig in der Eifel, Gesteinsbrocken flogen durch die Luft, heiße Vulkane spuckten Asche und Lava. Die Elemente tobten sich aus und bildeten die Landschaften, durch die heute die Wanderer begeistert ihre Touren gehen. „Es ist ein eifelweites Konzept und es steckt ein langer und gut durchdachter Entwicklungsprozess vieler Akteure aus der Eifel dahinter“, erklärt Wolfgang Reh von der Eifel Tourismus GmbH. Bereits 2014 wurde in der Eifel mit der Konzeptionierung von Muße-Pfaden begonnen, in der Vulkaneifel wurden die ersten Pfade bereits eröffnet.

Mehrwert für die Region

Mit den Muße-Pfaden wurde nicht nur das Wanderlebnis auf diesen Touren gesteigert. Mit verschiedenen touristischen Produkten und wird ein Mehrwert generiert, von dem auch die regionalen Betriebe profitieren. „Im Dialog mit den Betrieben wollen wir neue Angebote kommunizieren, damit sich die Geschichten wiederfinden, z.B. bei den Betrieben auf der Speisekarte“, erläutert Bruno Zwank. Hotelier Thomas Herrig kann dem nur zustimmen: „Geschichten sind emotional und gehen ans Herz. Daraus lassen sich Arrangements mit großem Alleinstellungsmerkmal und Erlebnispotential kreieren“. Auch in der Wanderdestination Éislek werden erste Angebote geschaffen: „Der NaturWanderPark delux hat uns wertvolle Impulse gegeben, insbesondere hinsichtlich der gemeinsamen Vermarktung und der Koordinierung des gastronomischen Angebots. Mit Freude sehen wir, dass die Betriebe grenzüberschreitend gut im Team zusammenarbeiten“, sagt Lynn Schüssler, Geschäftsführerin des ORT Éislek.

Die Gästeführer und Naturpark-Ranger Gerhard Krämer und Andreas Kube haben bereits Erfahrungen mit ihren Erzählungen sammeln können: „Die Geschichten sind ja nicht aus der Luft gegriffen, sondern sie sind authentisch. Wir können gut daran anknüpfen und die Geschichten vertiefen. Es sind nicht immer die großen Wunder dieser Welt, die uns berühren. Vielmehr bereichern die kleinen Wunder des täglichen Lebens unseren Geist und unsere Seele und die Gäste nehmen diese gerne an und lassen sich darauf ein. Sie sind dankbar für diese „Auszeit“, in der sie vom Alltag abschalten und zur Ruhe kommen können“.

Infokasten

Projektbeginn: April 2021

Umsetzungsdauer: bis 30.06.2022

Budget: ca. 180.000 €

Projektbeteiligte und -träger: Federführender Projektträger ist der Zweckverband Naturpark Südeifel, die Projektpartner sind die ORT (Office Régional du Tourisme) Éislek und Mullerthal, die Verbandsgemeinden Arzfeld, Prüm, Südeifel und Bitburger Land sowie die Tourist-Informationen Islek, Prümer Land, Felsenland Südeifel und Bitburger Land.

Fördergelder: EU-Gelder durch das Projekt Interreg VA „Barrierefreiheit ohne Grenzen“ sowie durch das Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz und dem Tourismusministerium Luxemburg

Teilnehmer

Maria Arvanitis, Geschäftsführerin Touristinformation Bitburger Land

Daniela Torgau, Geschäftsführerin Naturpark Südeifel

Andreas Kruppert, Landrat Eifelkreis und Verbandsvorsteher des ZV Naturpark Südeifel

Janine Fischer, Bürgermeisterin Verbandsgemeinde Bitburger Land

Lynn Schüssler, Geschäftsführerin ORT (Office Régional du Tourisme) Éislek

Volker Teuschler, Erzähler, Werbeagentur Cube

Stellten die Wege vor:

Volker Teuschler, Stausee-Prümtalroute

Elke Wagner, Felsenweg 1

Georg Sternitzke, Bach-Pfad

Christian Calonec-Rauchfuß, Neuer-Burg-Weg

Dieter Thommes, Nat’Our-Route 1

Wolfgang Reh, Prokurist Eifel Tourismus GmbH

Bruno Zwank, Geschäftsführer Felsenland Südeifel GmbH

Eric Hahn, ORT (Office Régional du Tourisme) Éislek

Thomas Herrig, Inhaber Gasthaus Herrig in Meckel

Gerhard Krämer, Gästeführer und Naturpark-Ranger

Andreas Kube, Gästeführer und Naturpark-Ranger

Weitere Informationen:

www.naturwanderpark.eu

Pressekontakte:

Naturpark Südeifel

Daniela Torgau

Ewerhartstraße 14

54666 Irrel

E-Mail: Torgau@naturpark-suedeifel.de

TEL +49-6525-79-100

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Tourist-Information Bitburger Land

Maria Arvanitis

Römermauer 6

54634 Bitburg

E-Mail: arvanitis.m@eifel-direkt.de

TEL +49-6561-9434-14

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Eifel Tourismus GmbH

Kalvarienbergstr. 1

54595 Prüm

E-Mail: presse@eifel.info

TEL +49 6551-9656-23

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Uschi Regh - Pressereferentin

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