Eifeltrecker - mit dem Oldtimertrecker durch die Eifel, © Eifeltrecker, T. Steffens

Treckertour durch die Eifel

Mit dem Oldtimertrecker rund um Monschau - ein Tagesausflug mit Rast- und Einkehrmöglichkeiten für jung und alt. Lässt nicht nur die Herzen von Oldtimer-Fans höher schlagen.

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Wenn der Vater mit dem Sohne – Erlebnisbericht von Stefan Kloweit mit Sohn Max aus Mönchengladbach

Scheinbar habe ich meinen Liebsten zuhause oft von meiner Jugendzeit auf dem Lande vorgeschwärmt. Jedenfalls überraschte mich mein Sohn Max zu Vatertag mit einem Gutschein für eine gemeinsame Treckerfahrt durch die Eifel. Ich muss gestehen: ich war echt gerührt. Wenige Tage später stehen wir mit leuchtenden Augen auf dem Hof von Tom Steffens in Monschau-Mützenich. Acht Oldtimertrecker verschiedener Marken in Reih und Glied – eine Augenweide, nicht nur für Technikfans wie mich. Bei der Einweisung und kurzen Probefahrt beginnt mein Herz bereits im Rhythmus des Zweizylinder 4Takters zu schlagen. Jetzt noch etwas Proviant und eine Picknickdecke verstauen – und los geht’s auf eine ausgearbeitete Tour durchs Monschauer Land. 

Max sagt mir heute, wo es langgeht – mithilfe des GPS-Navigationsgeräts, das im Erlebnispaket inklusive ist. „Die nächste Abbiegung rechts“, so die Anweisung meines Steuermanns. Vor uns tun sich fortan phantastische Landschaftsbilder auf. Der Fahrtwind erfrischt angenehm an diesem warmen Frühlingstag. Wir tuckern abseits der Zivilisation über ruhige, geteerte Wirtschaftswege, bis wir nach ca. 1,5 Stunden unser erstes Ziel erreichen: das Nationalpark-Tor Höfen in der Alten Molkerei. Anhand von Schautafeln, Filmen und Taststationen erfahren wir dort Wissenswertes über Wald und Narzissen. Und da Treckerfahren hungrig macht, kehren wir im Biergarten des Restaurants „Alte Molkerei“ ein. Wir bestellen zünftig und standesgemäß: Bauernschnitzel mit Bratkartoffel – einfach lecker!  

Und dann geht’s auch schon wieder weiter. Wir fahren mit unserem „Hatz“ vorbei am ältesten Gebäude des Dorfes – dem reetgedeckten „Alten Eifelhaus“ aus dem Jahr 1650, in dem eine Bäckerei mit Café untergebracht ist. Und wieder raus in die Natur. Vom „Eifel-Blick Heckenland“ haben wir eine wunderbare Aussicht auf eine reizvolle Landschaft mit gezogenen Hecken, Buschreihen, Bäumen und landwirtschaftlichen Flächen. Als wir das nächste Mal die Rur im Naturschutzgebiet Rurtal kreuzen, machen wir eine kurze Pause, um unsere Füße in dem herrlich klaren Wasser zu kühlen. Als sich unsere Tour dem Ende nähert, sagt Max den nächsten Stopp an. Er hat auf dem Hof Breiterscheid in Kalterherberg eine Milchtankstelle entdeckt. Hier zapfen wir uns frische Bio-Milch in Flaschen und ziehen uns am Verkaufsautomaten des Büdchens regionale Wurst und Käse – als kleine Erinnerung für Zuhause an diesen einzigartigen und unvergesslichen Tag.