Vulkan-Expreß, © Vulkan Expreß

Nostalgische Zeitreise durchs Brohltal

Entschleunigung pur: Mit der Dampflock zum Start und Ziel einer gemütlichen Wanderung durchs romantische Brohltal. Ein wahrlich entspannender Tagesausflug.

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Genießer-Wanderung in der Vulkanregion Laacher See – Jakob und Anita Pluwig berichten

Auf dem Bahnhof in Brohl am Rhein beginnt unsere Tagestour mit vielen geschichtsträchtigen Eindrücken. Der heutige Tag wird von Ruhe und Entschleunigung geprägt sein. Dafür sorgt bereits die historische Dampflock, die uns die kommenden 90 Minuten durch das wunderschöne Brohltal fährt. Der Name „Vulkan-Expreß“ bezieht sich eher nicht auf die Geschwindigkeit der Schmalspurbahn. Mit Tempo 20 bringt sie uns zur Endstation in Engeln und überwindet auf der 18 km langen Strecke 400 Höhenmeter.

Der Ziel-Bahnhof mit Einkehrmöglichkeit in der Vulkan-Stube liegt mitten im Grünen. Hier auf der Hochfläche genießen wir die fantastischen Aussichten auf die Vulkanlandschaft – mit Blick auf unser erstes Ziel: Die Burg Olbrück. Die gemütliche 1,5 stündige Wanderung dorthin über die gut ausgeschilderten Feld- und Wiesenwege geht immer leicht bergab. Die mittelalterliche Burgruine auf dem Vulkankegel – dem Phonolith Dom –  ist das Wahrzeichen des Brohltals. An verschiedenen Stationen erfahren wir viel über das mittelalterliche Leben und die Geschichte der Burg. Der begehbare Turm ist heute geschlossen – von oben soll man an klaren Tagen die Spitzen des Kölner Doms sehen können. Doch auch die Aussicht von hier unten aufs Siebengebirge und das Rodder Maar ist grandios.

Es fällt schwer, sich von diesem Fleckchen Erde zu trennen. Wir folgen nun dem Geopfad „Olbrücker Burgpanorama“ (Route M), um nach 3 km im Maarhof in Niederdürenbach zur späten Mittagsrast einzukehren. Von der Terrasse aus haben wir das Rodder Maar im Blick. Das kleine Naturparadies liegt nur wenige hundert Meter entfernt und lädt uns nach der köstlichen Stärkung zum Umwandern ein. Die Entstehung des runden Gewässers wirft bis heute Rätsel auf. Der Ursprung geht wohl auf einen Meteoriteneinschlag zurück. Und zurück geht’s nun auch langsam für uns. Wir peilen auf unserer letzten kurzen Tagesetappe den Bahnhof in Oberzissen an, um im Vulkan-Expreß zurück nach Brohl ein letztes Mal die Romantik des Brohltals zu genießen.

Reisetipp: Diesen Tagestipp kannst Du dienstags bis sonntags so erleben.