Kakushöhle, © Stadt Mechernich, Ralph Sondermann

In der Eifel durch die Zeit reisen

Wir erleben 80.000 Jahre Geschichte an einem Tag - von prähistorischen Siedlerspuren in der Kakushöhle bis zum ländlichen Leben in vergangenen Jahrhunderten im LVR-Freilichtmuseum Kommern

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Familie Schmitz reist durch die Zeit.

Wir bewegen uns gerne an der frischen Luft, haben aber auch Spaß daran, in die Geschichte einer Landschaft einzutauchen. Unsere 8- und 11-jährigen Kinder sind richtige Entdecker, sie sind neugierig und probieren gerne vieles aus. Als ersten Anlaufpunkt für unseren Ausflug in die Eifel haben wir uns die Kakushöhle in Dreimühlen bei Mechernich ausgesucht. Das Naturschutzgebiet des Kartsteins mit der Kakushöhle zählt zu den bedeutenden prähistorischen Fundstätten in Europa, bis 80.000 vor Christus reichen die Siedlungsspuren zurück. Es ranken sich viele Sagen um den Ort in der Eifel: Der Riese Kakus soll einst in den Höhlensystemen gelebt und die Anwohner der umliegenden Orte durch seine Habsucht und Rohheit in Angst und Schrecken versetzt haben. Vom Riesen Kakus fehlt heute jede Spur, dafür bietet die Höhle Unterschlupf für viele geschützte Fledermausarten. Von denen bekommen wir bei unserer Erkundung tagsüber allerdings nichts mit – die Felsen und Höhlen faszinieren uns trotzdem. Wir versuchen uns vorzustellen, wie die Menschen früher wohl in Höhlen gelebt haben ohne die ganzen Annehmlichkeiten unserer heutigen Zeit.

Wir fahren weiter zum LVR-Freilichtmuseum in Kommern: Bauernhöfe, Wind- und Wassermühlen, Werkstätten, Schule, Tanzsaal und Backhaus – im Museum können wir in das ländliche Leben im Rheinland der vergangenen Jahrhunderte eintauchen. Unser erstes Ziel im Museum ist allerdings die Gastwirtschaft „Zur Post“, damit unsere hungrigen kleinen Entdecker bereit für die nächsten Abenteuer sind. Hühner kreuzen unseren Weg, wir können das Deutsche Weideschwein beobachten, wie es sich suhlt und erfreuen uns an den Rindern, Pferden, Ziegen und Schafen auf den Weiden. Die Häuser schauen wir uns natürlich auch an, deswegen sind wir schließlich gekommen. Es sind originale Gebäude, wie sie wirklich einst in den Dörfern standen. „Die haben früher bestimmt vielmehr gefroren“, meint unser Großer und beide Kinder sind sich einig, dass eine Zentralheizung und fließend warmes Wasser das Leben angenehmer gestaltet.  Wir streifen durch das weitläufige Gelände und am Ende unserer kleinen Zeitreise steigen wir – beladen mit Brot aus der Museumsbäckerei und kleinen Andenken aus dem Museumsladen - zufrieden ins Auto.

Das Museum ist täglich bis auf montags geöffnet, die Kakushöhle ist ganzjährlich begehbar.