Ortsgemeinde Welschenbach

Welschenbach

Inhalte teilen:

Welschenbach liegt in der Osteifel im Landschaftsschutzgebiet „Rhein-Ahr-Eifel“. Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Oberwelschenbach und Niederwelschenbach.

Die Geschichte des Ortes ist geprägt durch die Nähe zur Burg Virneburg, wo die Herren und späteren Grafen von Virneburg ansässig waren. Deren Besitz kam im 17. Jahrhundert an die Grafen von Löwenstein-Wertheim. 1794 wurde dass linksrheinische Gebiet französisch und Welschenbach der Mairie Virneburg im Rhein-Mosel-Departement zugeordnet. Diese wurde 1815 von Preußen in Form einer Bürgermeisterei, später als Amt im Kreis Adenau fortgeführt. 1910 wurden in Welschenbach 134 Einwohner gezählt. Das Amt Virneburg wurde 1934 aufgelöst, Welschenbach kam nun zum Amt Mayen-Land und 1970 zur Verbandsgemeinde gleichen Namens, die 2002 in Verbandsgemeinde Vordereifel umbenannt wurde.

Kapelle St. Antonius Eremit in Niederwelschenbach,barocker Saalbau; mit Ausstattung.

Kapelle St. Johannes Baptist in Oberwelschenbach, Saalbau, bezeichnet 1670; und ein davor stehendes Wegekreuz, Nischentyp, 17. oder 18. Jahrhundert.

In Oberwelschenbach findet man auch 2 Wegekreuze aus den Jahren 1703 und 1710.

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Gold, über einer erniedrigten blauen Wellenleiste ein rotes Vortragskreuz mit Pedum, begleitet von zwei grünen Ähren, unten ein schwarzer Hammer.“

(Wikipedia)

Ort

Welschenbach


Kontakt

Ortsgemeinde Welschenbach
Brunnenstrsse 3
56729 Welschenbach
Telefon: 00492656 433
Fax: (0049)

zur WebsiteE-Mail verfassen

Planen Sie Ihre Anreise

Route anzeigen per Google Maps

Reisen mit der Deutschen Bahn

Das könnte Sie auch interessieren

Anschau, © http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.s

Ortsgemeinde Anschau

Anschau liegt westlich von Monreal und südlich von Virneburg an der Straße von Niederelz nach Nachtsheim in der geologischen Formation „Anschauer Trog“ bzw. „ Kürrenberg -Anschauer Mulde “ zwischen dem Waldescher -Nachtsheimer und dem Bürresheim - Bermeler Sattel . Zur Gemeinde Anschau gehört außer dem namengebenden Ort auch der Weiler Mimbach , der am gleichnamigen Bach liegt. Anschau ist ein ruhiges, sehr gepflegtes Eifeldorf mit rund 300 Einwohnern. Der Dorfkern ist sehenswert, einige historische Gebäude wurden aufwendig restauriert, wie das alte Jagdhaus und das „Pohlse Haus“. Blickfang in der Dorfmitte ist auch die St. Ägidius Kirche, erbaut 1755 und der gleichnamige Brunnen. Die Geschichte von Anschau  Anschau gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Grafschaft Virneburg . Hier bestand – unter ursprünglich kurpfälzischer Lehenshoheit – anfangs eine Lehensgemeinschaft der Grafen von Virneburg mit den Grafen von Sponheim-Sayn . [2] 1381 verkaufte Jutta von Sayn († 1381/87), Witwe Adolfs III. von Grafschaft († 1381) zu Ehreshoven und Tochter Gottfrieds II. von Sayn († 1327), mit Zustimmung ihrer Söhne und der Grafen Adolf III. (1312–1383) und Johann von Virneburg ihr ererbtes Gut Anschowe bzw. Anschauwe im Gericht Nachtsheim mit Ackerland, Wiesen und allem Zubehör an Lutz von Ehreshoven (Yrenhuysen). [3] Dies ist vermutlich die älteste urkundliche Erwähnung des Ortes. Die Gemeinde unterlag bis zum Ende des Alten Reiches dem Mühlenzwang der Bannmühle in Niederelz . [4] Der Zehnt aus Anschau stand dem Propst des Stiftes Münstermaifeld zu (seit 1515 war das in Personalunion der Erzbischof von Trier ), später erhielt davon 1/3 der Pfarrer von Nachtsheim. [5] [6] Der Zehnte wurde verpachtet und brachte 1641/42 6 Malter Hafer ein, 1717 13 Malter Korn und 11 Malter Hafer und 1792/93 13 Malter Korn und 15 Malter Hafer. [6] In „ Ainschauwe “ wird 1488 ein herrschaftlicher Hof erwähnt; Graf Philipp II. von Virneburg und Neuenahr († 1522/25) und seine Frau Walburga von Solms (1461–1499) verschrieben eine Rente über 5 Malter Korn aus seinen Erträgen, [7] die noch mehr als 300 Jahre später auf dem Hof haftete. [8] Zu dem Hof gehörten Ländereien und Waldungen wie der „ Kreuzbusch “ (heute Kreuzbus nördlich der Kläranlage am Elzbach gegenüber von Bermel ). [9] In Mimbach gehörte den Virneburger Grafen das Iring-Gut mit einem Wald und Rodungsland bei der Holzwiese , oben längs der Büsch (heutiger Flurname wohl Im Buschseifen ) und herab bis an den Bach. [10] Nach dem Aussterben der Virneburger 1545 gelangte Anschau mit der Grafschaft an die Herrschaft Manderscheid-Schleiden . Es kam in der Folgezeit immer wieder zu Grenzstreitigkeiten zwischen dem virneburgischen Weiler Mimbach und den seit 1593 kurtrierischen Gemeinden Nachtsheim und Boos , insbesondere über die Holzwiese entlang dem Mimbach, die Büsche (gemeint ist vermutlich das heutige Flurstück Zwischen dem Büsch am Mimbach bei Münk ), die Weidegerechtigkeit im Wald Segard [11] oder Sechardt (heute Im Seechert ) und auf den Wiesen in der Mumpach [12] ( Mimbach ), über das Wasen -Stechen auf der Heide oberhalb Gerhardsbüschelchen und die Besteuerung der sogenannten Wohntal-Wiesen (heutige Flurnamen Im Wohntal , Wohntalskaul ). [13] 1590 gestattete Magdalena von Nassau-Wiesbaden (1546–1604), die Witwe des Grafen Joachim von Manderscheid-Schleiden-Virneburg (* um 1540; † 1582), dem Virneburger Rentmeister und Vogt Johann Hilgers I., eine Kornrente in Anschau zu erwerben. [14] Nach dem Tod ihres Schwagers Dietrich VI. von Manderscheid-Schleiden-Kerpen (1538–1593) fiel Anschau mit der Grafschaft Virneburg an die Grafen von Löwenstein-Wertheim . Statistiken von Eva Lacour zufolge gab es in Anschau zwischen 1582 und 1701 etwa 18 Haushalte, in Mimbach um die vier. 1598/99 grassierte in den virneburgischen Dörfern die Pest. [15] Am 9. Januar 1599 drangen etwa 100 kurtrierische Untertanen von Mayen aus mit Wissen und Willen des Erzbischofs Johann VII. von Schönenberg , der Ansprüche auf Schloss und Grafschaft Virneburg als einem kurtrierischen Erblehen erhob, [16] in die Grafschaft ein. Vier bewaffnete Schützen überfielen dabei auch den Weiler Mimbach, nahmen zwei Pferde mit und versuchten, Schweine zu stehlen. Clas Martins wurde von ihnen mit einem Rohr (Gewehr) in die Seite gestoßen und starb acht Tage später, vermutlich an den Folgen der Verletzung. [15] Magdalenas von Nassau älteste Tochter Elisabeth von Manderscheid (1569–1621), seit 1592 verheiratet mit Graf Christoph Ludwig von Löwenstein-Wertheim-Rochefort (1568–1618), belehnte 1606 Lukas ( Laux ) und seine Schwester Maria ( Mergen ) aus Mimbach mit dem dortigen Iring-Gut . [10] Im Dreißigjährigen Krieg erhielten die Hofleute in Anschau 1643 vom Stift Münstermaifeld Nachlässe bei den Pachtzahlungen zugestanden, weil einquartierte Soldaten Schäden verursacht hatten. [17] Auch 1690 gab es Kriegsschäden in Anschau. [6] 1693 wurden die Renten des Adenauer Kellers Johann Kayser († um 1718) in Anschau beschlagnahmt, weil ihm vorgeworfen wurde, dass er Güter der Grafen von Löwenstein-Wertheim in dem von ihm verwalteten Kurkölner Amt Nürburg überhöht besteuert habe. [18] Im Frühjahr 1722 [19] und 1730 [20] wurden viele Häuser der Ortschaft durch Brände zerstört. 1773 wurden gräfliche wertheimische Hofgebäude in Anschau verkauft. [21] Nach der Eroberung des linken Rheinufers durch die Französische Republik 1794 lagen 1796/97 französische Truppenteile in der Gemeinde. [22] Anschau gehörte von 1798 bis 1814 zum Kanton Virneburg im Arrondissement de Bonn des Rhein-Mosel-Departements und unterstand der Verwaltung der Mairie Virneburg . Das gräflich wertheimische Gut „ Kammerstück “ oder „ Kemestück “ (heute Auf Kammerstück südöstlich des Dorfes), [23] das nicht viel mehr als 1  ha umfasste, ging in das Eigentum des französischen Staates über und wurde am 28. Nivose XII (19. Januar 1804) für 185 Francs (46 Taler ) versteigert, am 2. Februar 1807 dann auch der Anschauer Hof mit 46 ha Land und 7 ha Wiesen - entspricht etwa 10 % der heutigen Gemeindefläche - für 5025 Francs (1340 Taler). [24] [25] Nach dem Wiener Kongress wurde die Gemeinde preußisch . 1816/17 wurde Anschau in die Bürgermeisterei Mayen eingegliedert. Paul Schaefer legte 1827 im Anschauer Distrikt Wiesenboden am „ Mümbach “ Richtung Mimbach eine Schleifmühle an (heutiger Flurname An der Alten Mühle ). [26] Von 1837 bis 1888 wurden die Kinder aus Anschau und Ditscheid gemeinsam in Mimbach unterrichtet, danach erhielt Anschau eine eigene katholische Schule, die bis Ende der 1960er Jahre bestand. Die Grundschule befindet sich heute in Boos, eine Realschule plus in Nachtsheim. (Wikipedia)  

Monreal, © Kappest

Ortsgemeinde Monreal

Monreal ist eine Ortsgemeinde im Tal der Elz im Landkreis Mayen-Koblenz im Land Rheinland-Pfalz , die der Verbandsgemeinde Vordereifel angehört und ihren Verwaltungssitz in Mayen hat. Monreal ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort . Oberhalb des Ortes liegen die Ruinen der Löwen- und Philippsburg . Zu Monreal gehören auch die Wohnplätze Burghof, Cond, Lauxhof, Müsch, Obere Augstmühle, Polcherholz, Schäfereihof, Schnürenhof, Suhrhof, Untere Augstmühle. Die ältesten erhaltenen Siedlungsspuren in Monreal stammen aus vorchristlicher Zeit. Urkundlich erstmals erwähnt wird es 1193 als „Cunisberch“ (Königsberg). Anfang des 13. Jahrhunderts weiteten die Grafen von Virneburg ihren Einflussbereich auf die kleine Siedlung aus. Der Mode der Zeit entsprechend verwendeten sie von nun an den französischen Namen „Monroial“ (= Königsberg). Später wurde daraus der heutige Name „Monreal“. Hermann III. von Virneburg begann um 1220 mit dem Bau der großen Burg , obwohl er weder die nötigen Genehmigungen noch die Rechte über den Grund und Boden besaß. Dieser gehörte zur Grundherrschaft Mertloch des Trierer Erzbischofs , dessen hiesiger Verwalter in weltlichen Dingen Hermanns Bruder Philipp von Virneburg war. Hermann sah sich zu diesem drastischen Schritt gezwungen, um seine Grafendynastie machtpolitisch voranzubringen. Sein Stammsitz, die Virneburg , lag zu weit abseits der wirtschaftlichen Zentren. Der Flecken Monreal jedoch grenzte direkt an das Mittelrheinische Becken . Dort lagen die landwirtschaftlichen Gunstgebiete und vor allem die vulkanischen Gesteinsvorkommen. Die Virneburger wollten davon ihr Stück abhaben. Tatsächlich ging Hermanns Kalkül auf: Er durfte seine Burg behalten und wurde noch im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts vom Pfalzgrafen bei Rhein mit dem gesamten Hochgerichtsbezirk der kleinen Pellenz belehnt. Ihrem Ort Monreal waren die Virneburger auch weiterhin wohlgesinnt. Bereits 1306 erwirkten sie die Verleihung der Stadtrechte und Marktrechte . Jeden Montag durfte in Monreal ein Wochenmarkt abgehalten werden. Monreal gehörte zum Gebiet des Erzstifts Trier , die Virneburger Grafen aber unterhielten beste Beziehungen zum Erzstift Köln . Dies führte zu häufigen Konflikten zwischen den Monrealern und Trier. 1545 starb das Grafengeschlecht von Virneburg aus. Trier zog daraufhin das Lehen Monreal an sich und setzte eigene Amtmänner auf die Burg. Der Ort mit seinen beiden Burgen – der Löwen- und Philippsburg – wurde 1632 von schwedischen und 1689 im Pfälzer Erbfolgekrieg von französischen Truppen zerstört. Nach dem Dreißigjährigen Krieg entstand im Ort eine bedeutende Tuchindustrie, gestützt auf die Wolle der großen Schafherden der Eifel . Viele Fachwerk- und Bruchsteinhäuser zeugen noch vom einstigen Wohlstand der Monrealer Tuchmacher. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte die Tuchherstellung wegen der starken internationalen Konkurrenz ihren Niedergang. Für den Ort war dies fatal, Monreal verarmte. Erst in den 1930er Jahren erholte sich Monreal. Damals begann man, den Reiz der romantischen Eifel zu schätzen. Die imposanten Bauten der Tuchmacher bilden einen idyllischen Ortskern. Ein Zeugnis spätgotischer Steinmetzkunst findet sich auf der mittleren Elzbrücke in Monreal: das Löwendenkmal. Ab dem Ende des 15. Jahrhunderts stand es zunächst vor den Toren der großen Burg. Wegen der vier Löwen, die die Zufahrt zur Burg „bewachten“, nannte man die große Burg später auch „Löwenburg“. Rund um die historischen Zeugnisse wird in Monreal versucht, die Geschichte des Ortes auch den zahlreichen Besuchern näherzubringen. Im Jahr 2003/2004 wurden daher an vielen historischen Gebäude Hinweistafeln mit Informationen zur Geschichte und Nutzung der Gebäude angebracht. Wappenerläuterung: Die Blasonierung des Wappens von Monreal lautet: „Schild Gold mit 7 roten Rauten.“ Schauplatz Monreal 1988 wurde Monreal Ziel einer Aktion des Satiremagazins Titanic , deren Redakteure sich als Team einer Produktionsfirma ausgaben. Sie gaben vor, auf der Suche nach dem Drehort für eine große Serie des ZDF zu sein. Ohne irgendeinen Beleg oder besondere Anstrengung gelang es den Satirikern, den Bürgermeister und mehrere Amtsträger zu einer völligen Neugestaltung des Ortes zu überreden – einschließlich des Abrisses einer Telefonzelle, der Rodung eines ganzen Hügels sowie der Verstellung der Löwenburg durch eine Fabrikfassade. Im Jahr 2009 war Monreal erstmals Drehort für die deutsche Fernsehkrimiserie „Der Bulle und das Landei “ mit Uwe Ochsenknecht und Diana Amft in den Hauptrollen. Insgesamt wurden bisher sechs Folgen der Serie in Monreal gedreht und von 2010 bis April 2016 im Ersten Programm der ARD ausgestrahlt. Ende des Sommers 2012 war Monreal Drehort für die Actionserie "Alarm für Cobra 11 ". Verkehr Monreal liegt an der L 98, welche Anschluss an die B 258 und an die A 48 gibt. Der Bahnhof Monreal gehört zum aktuell befahrenen Abschnitt der Eifelquerbahn von Andernach über Mayen nach Kaisersesch . Der hintere Abschnitt bis nach Gerolstein ist seit 2013 gesperrt. Seit Dezember 2014 wird diese Bahnstrecke unter dem Namen Lahn-Eifel-Bahn vermarktet und umfasst drei Linien, die über Koblenz bis nach Gießen reichen. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ Die Gemeinde Monreal nahm mehrmals am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft “ teil: Kreissieger in der Sonderklasse: 1979, 1990, 1998, 1999, 2003; Landessieger in der Sonderklasse: 1990 und 2003 Bundessieger im 21. Bundeswettbewerb: 2004 (Wikipedia)

Kottenheim

Ortsgemeinde Kottenheim

Kottenheim liegt in der oberen (westlichen) Pellenz , etwa 4 Kilometer nordöstlich von Mayen auf der Verkehrsachse Mayen – Andernach und besitzt Basalt ­grubenfelder, die zu einem Naherholungsgebiet ausgestaltet wurden. Zahlreiche Häuser, Vorgärten und öffentliche Plätze im Ort sind durch Basaltskulpturen ausgeschmückt. Kottenheim gehört der Verbandsgemeinde Vordereifel an, die überwiegend die Fläche der Vordereifel westlich von Mayen abdeckt, obwohl die Gemeinde von Charakter, soziologischer und infrastruktureller Ausprägung eher der Pellenz nahesteht. Als Besonderheit kann auch die weithin bekannte Leistung des Karnevalsvereins genannt werden. Kottenheim erscheint damit als Hochburg des regionalen rheinischen Karnevals . Nach den Bauplänen des Architekten Vincenz Statz wird 1854–1857 eine dreischiffige neugotische Basilika in Anlehnung an Formen der Kölner Minoritenkirche errichtet. Am 24. September 1857 erfolgt die Konsekration der Kirche durch Bischof Wilhelm Arnoldi . Der Kirchturm von 1772 wird 1904 nach Plänen des in Kottenheim geborenen Architekten Caspar Clemens Pickel aufgestockt. Erstmals wurde Kottenheim im Jahre 1008 gleich in zwei Urkunden erwähnt (Cutinheim, Cuttenheim). Im Jahr 1008 schenkte Erzbischof Magingaud der St. Martinskirche in Münstermaifeld Wingerte zu 13 Fuder Wein in Kottenheim. Ebenfalls aus diesem Jahr stammt die Mitteilung, dass Juta von Monreal in Kottenheim Wein kaufte. 1733 wurde eine namentliche Aufzeichnung der Weinbergbesitzer mit der Anzahl der Weinstöcke erstellt. Es gab 105 Personen, die – wohl nur im Nebenberuf – Weinbau betrieben. Die letzte Erwähnung des Weinanbaus in Kottenheim stammt von 1794, als Graf Metternich aus seinem Anteil am Zehnten zwei Fuder Wein bezog. Auch heute zeugen Flurnamen (Wingert) noch vom Weinanbau. Im frühen Mittelalter hat das Dorf möglicherweise aus zwei getrennten ursprünglich fränkischen Siedlungen beiderseits eines Hügelrückens bestanden, auf dem die Einwohner gemeinsam eine Kirche bauten und damit das Dorf als solches schufen. Noch bis etwa 1990 wurden in den beiden Teilen (genannt Kottenheim-Dorf und Kottenheim-Stadt) gemeinsam, aber auch für sich zwei getrennte Kirmesfeiern (St. Nikolaus und St. Antonius) und zwei gleichzeitige, aber örtlich verschiedene St.-Martins-Feuer ausgerichtet. Im Mittelalter besaß eine ritterliche Adelsfamilie einen Hof in Kottenheim. Das Wappen dieser Adelsfamilie stellt noch heute das Wappen der Ortsgemeinde dar. Die Beschreibung dieses Wappens lautet: Ein Quergeteilter Wappenschild, oben weiß, unten schwarz, belegt mit einem goldenen Lilienstabkreuz mit acht Stäben. Die Wappenzier besteht aus einem Helm und einem sich nach rechts wendenden, wachsenden Schwan mit einem schwarzen und einem weißen Flügel. Die erste Urkunde, die mit diesem Wappen besiegelt wurde, stammt von Lantzlot von Kottenheim, der erstmals 1394 erwähnt wurde und 1448 starb. Ein weiterer bedeutender Nachkomme dieses Adelsgeschlechtes ist der Junker Konrad Schilling von Lahnstein , dessen Mutter Margarethe von Kottenheim war. Junker Konrad schenkte den Kottenheimer Bürgern seine anliegenden Waldbesitzungen, weswegen er bis heute in gutem Ansehen der Gemeinde steht. Das 2012–2014 restaurierte Epitaph aus Tuffstein aus dem Jahr 1539, das den Junker in Lebensgröße, gepanzert und mit Helm auf dem Haupt zeigt, ist in der Pfarrkirche St. Nikolaus zu sehen. Ein Standbild auf einem Brunnensockel am Ende der Junker-Schilling-Straße im Ortskern, sowie eine in einen großen Basalt findling eingravierte und gefärbte Abbildung im Kottenheimer Wald (Naherholungsgebiet „Auf der Birk“), zeigen ebenfalls den Junker und erklären die Schenkung des Waldes. Am 29. Mai 1880 wurde die Bahnstrecke Niedermendig – Mayen Ost offiziell eröffnet. Um einen Bahnhof zu erhalten, musste die Gemeinde neben einem Betrag von 1500 Mark an die Aktionäre auch die zum Bahnbau benötigen Flächen im Wald unentgeltlich abgeben. Kottenheim verfügt über einen Bahnhof an der Eifelquerbahn. Hier verkehren die Linien RB 23, Lahn-Eifel-Bahn (Mayen Ost–Mendig–Andernach–Koblenz Stadtmitte–Koblenz Hbf–Niederlahnstein–Bad Ems–Diez–Limburg (Lahn)) sowie die Linie RB 38 (Mayen Ost–Mendig–Andernach) der DB Regio nach dem Rheinland-Pfalz-Takt täglich im Stundentakt. Aufgrund der Lage von Kottenheim im Landkreis Mayen-Koblenz gilt der Tarif des Verkehrsverbund Rhein-Mosel VRM. Zudem verkehren Regionalbuslinien in Richtung Mayen und Andernach. Seit 1952 wird in Kottenheim regelmäßig alle 2 Jahre das Kröbbelchesfest gefeiert, ein Fest das weithin bekannt ist, für das gute Kartoffelgericht. Wappenbescshreibung: Kottenheims Wappen hat einen sehr alten Ursprung. Auf dem Epitaph des Junker Konrad Schilling von Lahnstein, gestorben am 8. März 1539, in der Pfarrkirche St. Nikolaus sind in den Ecken vier Wappenschilder abgebildet. Oben rechts befindet sich das Wappen seiner Mutter Margarethe von Kottenheim. Soweit bekannt wurde die erste Urkunde bereits 1394 mit diesem Wappen gesiegelt.* Beschreibung: Von weiß über schwarz quer geteiltes Wappenschild, belegt mit goldenem Lilienstabkranz um Ring mit 8 Stäben. (Wikipedia)  

Wacholderheide, © REMET

Ortsgemeinde Langscheid

Langscheid liegt in der östlichen Hocheifel (Nitz-Nette Wald) nordwestlich von Mayen zwischen Laacher See und Nürburgring an der Südostseite des 555 m ü.  NHN hohen Wabelsbergs . Nach Süden fällt das Gelände ins Tal des Arfter Bachs ab. Zu Langscheid gehört auch der Wohnplatz Falkenleymühle. Die Wappenbeschreibung lautet: „Schild von Silber über Rot geteilt, oben ein rotes Balkenkreuz, unten eine silberne Lilie“. Der Ort wurde mehrfach bei dem Wettbewerb „ Unser Dorf soll schöner werden “ ausgezeichnet. Langscheid gehört kirchlich zur katholischen Gemeinde St. Quirin und Dionysius Langenfeld . Die Kapelle St. Lazarus wurde 1847 erbaut. Langscheid wird erstmals um 1570 erwähnt. Langscheid wird in einer Aufstellung des Dekanats Ochtendung erwähnt. Die erste urkundliche Erwähnung führt auf das Jahr 1692 zurück und ist ein Pachtvertrag über einen kurfürstlichen Hof. Der Ortsname Die Eifel war in ihrer Urform ein bewaldetes Gebiet mit vorwiegend Buchen- und Eichenwäldern. Mit Beginn der Eisenherstellung wurden diese Wälder zur Herstellung von Holzkohle genutzt um die nötige Energie zur Eisenverhüttung sicherzustellen. Zu diesem Zweck wurde die Eifel durchgängig besiedelt. Dabei geben die Orts- bzw. Flurnamen einen ungefähren Anhalt zu welchem Zeitpunkt die Besiedelung der entsprechenden Orte geschah Die Siedlungsnamen, welche auf “-heim” enden, entstanden vor allem in der Karolingerzeit. Namen, die auf “-rath” oder “-roth” in der Bedeutung “Rodung” enden sind vereinzelt ebenfalls aus der Karolingerzeit belegt. Ab dem 10. Jahrhundert finden sich auch Ortsnamen auf “-scheid”, die vermutlich aus dem urkeltischen Wort “keiton” in Bedeutung “Wald” oder “Holz” abgeleitet wurden. Diese Namen entstanden in der frühen Rodungsphase der Eifelwälder. In den meisten Fällen ist die Endung “-scheid” an die Holzart oder -größe wie z.B. “Eicherscheid” oder “Manderscheid” gekoppelt, wobei keltisch “mantara”= Kiefer entspricht. Ein beliebtes Wanderziel ist die Wacholderheide . Sie wird von dem als Traumpfad ausgezeichneten Wacholderwanderweg erschlossen, der 15 km durch die Wacholderschutzgebiete Heidbüchel, Raßberg, Menke Park, Wolfsberg und Büschberg des Nachbarortes Arft und Wabelsberg führt.  (Wikipedia) (Ortsgemeinde Langscheid)