Burgruine Nürburg, © Meik Halbach

Auf den Spuren der grünen Hölle

Nürburg

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Der Weg beginnt an der Nürburg, welche mit 676,5 m ü.NN die höchstgelegene Burg in Rheinland-Pfalz ist und auf einem aus schwarzem Basalt bestehenden alten Vulkanschlot erbaut wurde. Der 39 Meter hohe Bergfried bietet bei klarem Wetter einen fantastischen Rundblick über die Eifelhöhen und hinunter auf die "Grüne Hölle", die legendäre Nürburgring-Nordschleife, die sich kurvenreich durch die Wälder rund um die Burg windet.

Von der Nürburg aus geht es über die durch stauende Lehmschichten entstandenen Feuchtwiesen "In der Stroth", in deren nährstoffarmem Boden tausende Orchideen wachsen. Viele der vorkommenden Arten sind selten und zum Teil in Roten Listen für schutzwürdige Pflanzen aufgenommen.

Weiter führt die Wanderung, nahe an der Zufahrt zur Nürburgring-Nordschleife vorbei. Wer mag, kann hier ein wenig Ringatmosphäre schnuppern, denn es ist immer "etwas los" an der in den Jahren 1925 bis 1927 erbauten Rennstrecke, für deren Bau damals immerhin 184.693 m³ Fels- und 152.907 m³ Erdmassen in der Region bewegt wurden.

Als nächsten Punkt erreicht der Wanderer den "Vulkan Nürburg", einem als Kuppe herauspräparierten Tuffschlot, der einen schönen Ausblick in die Eifellandschaft bietet. Der etwa 30 Millionen Jahre alte Vulkan gehört zum tertiärzeitlichen Vulkanismus der Hocheifel, während dem die Erdoberfläche mehr als 100 Meter über dem heutigen Niveau lag.

Vorbei am Nürburger Skilift geht es über herrliche Wiesen, die eine ganz besondere Pflanzengemeinschaft beherbergen. Neben hunderten verschiedener bunter Kräuter wächst hier der seltene Goldhafer und im Juni bildet der Waldstorchschnabel ein Meer von lila Blüten.

Weiter geht es hinab in den Ort Quiddelbach. Von dort führt die Strecke weiter zum "Selberg", einer vulkanische Quellkuppe. Ihre Gesteinsschmelze erstarrte vor etwa 36 Millionen Jahren unter der Erdoberfläche und bildete sechseckige Säulen, sogenannten Benmoreit. Dieser fand früher unter anderem beim Bau von Häusern in Quiddelbach Verwendung.

Die weitere Wegstrecke bietet herrliche Panoramablicke über die Höhen der Eifel zu den vulkanischen Bergkuppen "Hohe Acht", "Selberg" und "Nürburg", die zu den etwa 300 Vulkanen im Gebiet der Hocheifel zwischen Adenau und Ulmen gehören, deren Überreste erhalten sind. Ihre Aktivität liegt 48 bis 23 Millionen Jahre zurück.

Über die Glatthaferwiesen "Im Ertrisch", welche durch jahrhundertelange naturverträgliche Landwirtschaft zu einer unverwechselbaren Kulturlandschaft wurden, geht es über die Quiddelbacher Höhe bergauf in Richtung Nürburg.

Entlang der Nordschleife erreicht man durch schöne Eifelwälder den Steinbruch "Buchental". Hier wurden 1926 für den Bau des Nürburgrings große Mengen Gestein in Steinbrechanlagen  zu Schotter verarbeitet und mit Loren zu den Baustellen transportiert. Fast 50 Kilometer lang war damals das Schienennetz, auf dem dampfbetriebene Lokomotiven diese Loren fortbewegten.

Die Gesamtstrecke ist ca. 11 Kilometer lang. Rund um diesen Themenwanderweg sind begleitend Hinweistafeln aufgestellt. Hier lassen sich interessante Informationen zu Entstehungsgeschichte, Flora und Fauna, oder aber der Baugeschichte des Nürburgrings entnehmen. Nach Abschluss der Wanderung "Auf den Spuren der Grünen Hölle" ist der Wanderer also nicht nur um ein erholsames Naturerlebnis, sondern auch um neues Wissen reich

Markierung der Tour:

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"t103501364_rundweg-auf-den-spuren-der-gruenen-hoelle" als gpx

Infos zu dieser Route

Start: Nürburg

Ziel: Nürburg

Streckenlänge: 10,8 km

Dauer: 3:15 h

Schwierigkeitsgrad: mittel

Tourenart: Wandern

Aufstieg: 300 m

Abstieg: 300 m

Merkmale:

  • Rundtour

Tourist-Information Hocheifel-Nürburgring

Kirchstraße 15-19
53518 Adenau
Telefon: 0049 2691 305122
Fax: 0049 2691 305196

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