Die Bezeichnung Maar ist abgeleitet aus dem lateinischen "mare" (=Meer) und gilt für den durch Wasserdampf-Eruptionen entstandenen, trichterförmigen Vulkantypus, der in die Landschaft "eingsprengt" ist und sich oft als schüsselartige Form präsentiert.
In der ersten Entstehungsphase eines Maars triftt aufsteigendes Magma auf wasserführende Gesteinsschichten, wodurch es zu gewaltigen Explosionen kommt.
Das umgebende Gestein wird zusammen mit der Magma in kleinste Bestandteile zerfetzt und aus dem Explosionstrichter geschleudert.
Im Bereich des Explosionsherds bildet sich dabei ein Hohlraum, der in einen Explosionsschlot übergeht. Dadurch, dass über dem entstandenen Hohlraum das Gestein zusammenbricht, wird aus dem Explosionsschlot ein Einsturz- oder Maartrichter. Nach Abklingen der vulkanischen Tätigkeit füllten sich die Trichter anschließend mit Wasser.
Insgesamt wurden über 70 Maarvulkane gezählt, nur noch 10 sind heute noch mit Wasser gefüllt, die restlichen sind bereits verlandet.
In der Nähe von Bettenfeld bei Manderscheid findet man den Windsbornkrater. Hierbei handelt es sich nicht um ein Maar, sondern um den Krater eines Schichtvulkans. Im Gegensatz zu den Maaren sitzt der Vulkan als positive Form auf der Landoberfläche auf.
Auch der Laacher See wird oft als Maar bezeichnet, ist es aber nicht und auch kein echter Kratersee wie der Windsbornkrater. Der Laacher See ist nach dem Ausbruch des Kraters durch den Einbruch der Magmakammer unterhalb des Vulkankegels entstanden. Der Vulkan ist damit in sich zusammengebrochen, übriggeblieben ist nur der Ringwulst außenherum. Der Krater hat sich später mit Wasser gefüllt.
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