Blick auf den Laacher See in der Eifel, © Foto Achim Meurer

Laacher See und Maria Laach

Vor etwa 13.000 Jahren kam es zu einem gewaltigen Ausbruch des Laacher-See-Vulkans. Heute ist der See ein beliebtes Ausflugsziel. In der Nähe des Laacher Sees liegt auch die beeindruckende Abtei Maria Lach.

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Laacher See

Der Laacher See ist der größte See in Rheinland-Pfalz und ein beliebtes Ausflugsziel. Im Sommer lockt ein Sprung ins kühle Nass und am Ostufer des Sees gibt es Spannendes zu entdecken. Dort steigen kleine Blasen im Wasser empor - diese sogenannten Mofetten sind aufsteigendes Kohlenstoffdioxid und verdeutlichen die Vulkangeschichte des Sees (der jedoch kein Maar ist wie andere vulkanische Seen in der Eifel).

Vor ca. 13.000 Jahren gab es mehrere gewaltige Ausbrüche des Laacher-See-Vulkans. Zunächst traf aufsteigendes Magma auf wasserführende Schichten und löste eine Wasserdampfexplosion aus. In der folgenden Ausbruchphase bildeten sich - ähnlich wie beim Vesuv - mehrere Aschesäulen, deren Asche sich weit in Europa verbreitete. Bei diesem Ausbruch kam es jedoch zu Unterbrechungen. Dies führte dazu, dass die Aschesäulen in sich zusammenfielen und zu heißen Glutströmen wurden. Die Glutströme flossen in die Täler Richtung Brohltal und Pellenz und füllten sie auf. Die erkalteten Lavaströme werden als Trass bezeichnet. Heute kann man Trasshöhlen im Brohltal und auch ein altes Römerbergwerk in dem das Material bei Meurin abgebaut wurde besichtigen. 

Es kam noch so einem weiteren Ausbruch des Vulkans, bei dem Basaltblöcke aus älteren, den Vulkan umgehenden Lavagesteinen herausgesprengt wurden. Deise Basaltblöcke können in der Wingertsbergwand bei Mendig besichtigt werden.

Abtei Maria Laach

Am Ufer des Laacher Sees siedelte sich im 11. Jahrhundert die Benediktinerabtei Maria Laach an.

Das Kloster ist ein bedeutendes Gebäude der romanischen Baukunst und beherbergt mehrere Klosterbetriebe. So gehören eine Gärtnerei, ein Hofladen, ein Bootsverleih und auch ein Hotel mit Gastronomie zur Abtei.

Tipp für Wanderer:

Am Laacher See führt der Traumpfad "Pellenzer Seepfad" vorbei. Der Wanderweg startet in Nickenich und führt auf 16 km durch eindrucksvolle vulkanische Landschaft.

 

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Trasshöhlen Eingang, © Foto Achim Meurer

Trasshöhlen

Der Himmel im Brohltal verdunkelte sich, als nur fünf Kilometer entfernt der Laacher-See-Vulkan ausbrach.Ein glühend heißes Gemisch aus Lavapartikeln und Gasen schoss in Intervallen bis in die Atmosphäre. Jedes Mal, wenn die Eruptivsäule zusammenbrach, raste das Material wie auf einem Luftkissen durch die umliegenden Täler – Asche und Lavapartikel füllten die Täler bis zu 60 Meter hoch auf. Die einst lockeren Materialien der Glutlawine sind im Laufe der Zeit zu einem Gestein verbacken, das man in unserer Region „Trass“ nennt.

Abtei Maria Laach

Maria Laach
56653 Glees
Telefon: 0049 2652 590

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