Fahrt mit der Rurseeschifffahrt, © Eifel Tourismus GmbH/D.Ketz

Ausflugstipps für die ganze Familie bei jedem Wetter
22. Juli 2016

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Endlich Ferien! Erwachsene wie Kinder freuen sich über die freie Zeit. Keine Termine, keine Hausaufgaben, kein Stress. Die Koffer sind gepackt und schon kann die Reise in die Eifel starten. Auch wenn sich jeder für den Urlaub Sonne und strahlend blauen Himmel wünscht, kann es sogar in der Eifel vorkommen, dass sich ein paar Regentropfen in die Region verirren. Im Gepäck sollte sich also Kleidung für jede Wetterlage befinden. Vor Ort angekommen, können die Urlauber ihre Ausflugsziele ganz nach Wetterlage auswählen. Die Sonne scheint und die Temperaturen sind für eine lange Wanderung zu hoch? Dann könnte ein Sprung ins Wasser der Maare für Abkühlung sorgen. Eine Fahrt auf dem Rursee bietet ebenfalls Abwechslung und die leichte Brise an Bord sorgt für Erfrischung. Und kleine Spaziergänge am Ufer der Seen können hier zudem mit eingebaut werden. Der Vulkanexpress oder die Olefbahn zählen ebenfalls zu beliebten Möglichkeiten, die Eifel zu erkunden. Und falls es doch einmal regnen sollte, gibt es viele Ziele, die das schlechte Wetter schnell vergessen lassen. Zum Beispiel ein Gang durch ein altes Bergwerk, der Besuch eines der GEO-Museen oder eine Führung durch Burgen und Schlösser.

Bei sommerlichen Temperaturen locken die Freibäder und Seen. Der Vulkanismus hat in der Eifel für ganz besondere Badeerlebnisse gesorgt: die Maare. Das Pulvermaar in Gillenfeld ist zum Beispiel mit seinem fast kreisrunden Maarsee neben dem Ulmener Maar das am besten erhaltene Maar der Westeifel. Mit einer Wassertiefe von etwa 75 m ist der Maarsee der tiefste Eifelsee und einer der tiefsten Seen Deutschlands überhaupt. Er hat einen Durchmesser von einem Kilometer und fasst etwa 13 Millionen Kubikmeter Wasser. Das Pulvermaar verdankt seine Entstehung den gewaltigsten vulkanischen Ausbrüchen in der Umgebung Gillenfelds, die einige Wochen anhielten. Es heute noch immer von einem lückenlosen, etwa 20 - 25 Meter mächtigen Tuffwall umgeben.

Gemütlich geht es im Vulkan-Express zu. Bei Tempo 20 können die Fahrgäste auf der rund 18 Kilometer langen Brohltalbahn zwischen Brohl-Lützing am Rhein und Kempenich-Engeln die vielfältigen Reize des vulkanisch geprägten Brohltals genießen. 90 Minuten dauert die Fahrt und die schmalspurige Bahn windet sich durch das teilweise sehr enge Tal über elegante Steinbrücken bei Bad Tönisstein und Oberzissen sowie durch einen fast 100 Meter langen Tunnel bei Burgbrohl auf die Hochfläche der vulkanischen Osteifel. Mit einer historischen Bahn sind die Urlauber im Oleftal unterwegs. An Sonn- und Feiertagen ist auf der denkmalgeschützten Bahnstrecke der historische MAN-VT der Oleftalbahn unterwegs. Jede Menge Sehenswürdigkeiten und erlebenswerte Ausflugsziele befinden sich entlang der Stre die Fahrt mit der Eisenbahn ... alles ist möglich. Per Schiff kann man sich auf dem Rursee bewegen. Vier Fahrgastschiffe verkehren auf dem Rursee zwischen Schwammenauel und Rurberg, auf dem Obersee zwischen Einruhr und Rurberg sowie zwischen Rurberg und der Urftstaumauer. Besonders bei warmen Temperaturen ist der Ausflug auf dem Wasser eine erfrischende Abwechslung und kann mit kleinen oder auch größeren Wanderungen kombiniert werden.

In alte Zeiten können die Urlauber bei einem Besuch der zahlreichen Burgen und Schlösser eintauchen. Ein besonders sehenswertes Exemplar ist die Burg Eltz. In einem engen Seitental der Mosel - zwischen Koblenz und Cochem - steht auf einem steilen Felskopf inmitten unberührter Natur des Maifeldes Burg Eltz - die Burg mit über 850 Jahren Geschichte. Im Jahre 1157 wurde zum ersten Mal der Name Eltz erwähnt. In einer Schenkungsurkunde Kaiser Friedrich des I. Barbarossa wurde ein Rudolfus von Eltz, (Rudolfus de Elze), ein kaiserlicher Ministerialer, als Zeuge aufgeführt. Dieser Rudolf bewohnte an der Elz eine erste, noch kleine Burganlage, die den Weg sicherte, der eine Verbindung zwischen Eifel / Maifeld und Mosel war. Durch geschickte Politik und kluge Diplomatie der Herren von Eltz blieb die Burg in den großen Kriegen des 17. Jahrhunderts vor Zerstörung verschont und gehört somit zu den wenigen niemals zerstörten Burgen in Europa. Seit nunmehr 34 Generationen ist Burg Eltz im Besitz des gleichnamigen Geschlechts. Das jetzige Familienoberhaupt des Hauses ist Herr Dr. Karl Graf von und zu Eltz Kempenich. Aber auch das Schloss Bürresheim ist einen Ausflug wert. Im Mittelalter war es eigentlich eine Burg, also gleichzeitig Ritterwohnsitz und Wehrbau. Dennoch ist die Bezeichnung "Schloss" hier sehr wohl angebracht, denn die prächtige Innenausstattung dieser rheinischen Wohnburg lässt den Besucher von vergangenen Zeiten und Aschenputtel träumen. Alle Generationen der Bewohner haben seit dem Mittelalter ein umfangreiches Mobiliar sowie zahlreiche Bilder und sonstige Einrichtungsgegenstände zur Ausstattung beigetragen. Für den Märchenfilm Rumpelstilzchen der ARD diente Schloss Bürresheim als Filmkulisse, und auch im Film Indiana Jones und der letzte Kreuzzug mit Harrison Ford wird Schloss Bürresheim in einer kurzen Einblendung gezeigt.

In der Eifel können sich die Feriengäste auch unter der Erde bewegen – wenn es zum Beispiel draußen zu heiß oder zu nass ist: tief in die Stollen können die Besucher sich in den alten Bergwerken bewegen. Zum Beispiel in der „Grube Bendisberg“ bei Langenfeld. Die ersten „Glück Auf!“ rufe der Bergmänner erklangen schon im Jahre 1827. Mancher Wissenschaftler ist sogar der Meinung, dass bereits die Kelten vor mehr als 2000 Jahren unweit von St. Jost im Nitztal nach erzhaltigem Gestein gruben. Hierbei hinterließen sie Spuren im Waldboden, die noch heute zu sehen sind – die sogenannten Pingen. Dies sind kreisrunde, ursprünglich wohl mehrere Meter tiefe Eingrabungen im Erdreich. Andere Stimmen hingegen behaupten, es seien die Römer gewesen, die das Erz im Tagebau abbauten. Nach mehreren Besitzerwechseln, Feuersbrünsten und mühseligen Reparaturarbeiten hatte die Grube mit ihren insgesamt fünf Ebenen zum Erz-, Zink- und Bleiblende sowie Silberabbau, aufgrund der zu geringen Abbau- und Fördermengen im Jahre 1957 erst einmal ausgedient. Heute ist sie wieder für Besucher geöffnet, die dort hautnah erleben können, wie die Bergleute unter Tage ihren Lohn hart erarbeitet haben.

Wer mehr über die geologische Geschichte der Region erfahren möchte, dem sei ein Besuch in einem der GEO- und Vulkanmuseen empfohlen. Die Vulkaneifel zeigt eine Vielzahl naturwissenschaftlicher Phänomene, die in dieser Ausprägung in der Welt einmalig und von hohem internationalen Interesse für Forschung und Wissenschaft sind. Aktuelle Forschungsprojekte führen immer wieder zu neuen Erkenntnissen aber auch Fragestellungen. Die GEO-Museen der Vulkaneifel sind die Sammel- und Informationsorte dieser spannenden Auseinandersetzung mit dem Entstehen, Verändern und Vergehen. Sehen, fühlen, riechen, hören – mit allen Sinnen werden auch komplexe Zusammenhänge „begreifbar“, im wahrsten Sinne des Wortes. Auf diese Weise werden nicht nur Kinder und Jugendliche an diese spannende Thematik herangeführt, so manch naturwissenschaftlich versierter Besucher wird noch Neues erfahren. Das Vulkanhaus Strohn, das Maarmuseum Manderscheid und das Eisenmuseum Jünkerath sind nur ein paar Beispiele – jedes Museum hat seinen eigenen Schwerpunkt und bietet unterschiedliche Führungen, Workshops und Veranstaltungen an (Informationen unter www.geopark-vulkaneifel.de/index.php/geo-museen).

Wenn es draußen trübe wird, schafft ein Besuch der Kerzenmanufaktur Moll Abhilfe. In einem alten Bauernhaus im Herzen von Manderscheid hat Michael Moll seine Werkstatt eingerichtet. Hier erfahren Gäste bei einer Führung allerlei Wissenswertes über die Geschichte und die Tradition des Kerzenziehens. Moll ist der einzige Wachsziehermeister der Eifel und gerne lässt er Besucher an seiner spannenden Arbeit teilhaben und ergänzt diese mit interessanten Erläuterungen. Jeden Dienstag finden um 11.00 Uhr finden Führungen für Einzelpersonen statt, Reisegruppen können für eine Führung anfragen.

Weitere Informationen über alle Ausflugsziele, Angebote, Unterkünfte und kulinarische Tipps gibt es unter www.eifel.info

Uschi Regh - Pressereferentin

Kalvarienbergstr. 1
54595 Prüm
Telefon: 0049 6551 965623

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