Wikingerburg

Ferschweiler

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Im Nordwesten des Ferschweiler Plateaus riegelte einst eine meterhohe Befestigung das Plateau gegen einen angrenzenden Bergvorsprung ab. Erbaut aus Holzstämmen, Steinen und Erde, wurde die Mauer durch einen Brand zerstört. Später errichteten die Bewohner der Hochebene über den Resten der Anlage nacheinander zwei weitere steinerne Wehrbauten. Der heute noch sichtbare mächtige Wall wird „Wikingerburg“ genannt. Doch die Befestigung war kein Werk der mittelalterlichen Wikinger, sondern entstand bereits Jahrtausende früher.

160 Meter lang ist der Mittelteil der mächtigen Steinaufhäufung, vor der sich ein breiter Graben befand; die beiden Seiten biegen nach innen zur Hochfläche hin um und enden im Hang. Im Zentrum des Hauptwalls konnten Archäologen drei Bauphasen nachweisen. Die älteste war eine verbrannte Befestigung aus Holzbalken, Steinen und Erde. Bereits im 19. Jahrhundert hatten Ausgrabungen hier Funde aus der Späten Bronzezeit (12./11. Jahrhundert v. Chr.) zutage gefördert. Westlich schließt sich ein niedrigerer Wall an, der an der Hangkante entlang verläuft - vielleicht die Verlängerung des älteren Bauwerks.

Sozusagen am anderen Ende der weiten Hochebene, im Südosten bei Ernzen, wurden die Reste einer aus Sandsteinen und Holzbalken errichteten, später niedergebrannten Mauer ausgegraben, die ins 11. Jh. v. Chr. datiert. Heute ist sie zerstört. Und überall am Rand des Ferschweiler Hochplateaus gibt es zum Teil deutlich sichtbare Wälle, die sich nicht durch natürliche Ursachen erklären lassen. Doch wer wann und zu welchem Zweck all diese Befestigungen erbaute - diese Antwort steht noch aus.

Ort

Ferschweiler


Kontakt

Wikingerburg
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