Vogelsang IP

Simmerath

Inhalte teilen:

Nach 60 Jahren der militärischen Nutzung ist Vogelsang seit 2006 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich als internationaler Platz im Nationalpark Eifel. Hoch über dem Urftsee gelegen, bieten sich von hier weite Panoramablicke in die unberührte Natur des Nationalparks Eifel und die Mittelgebirgslandschaft der Nordeifel.

Vogelsang bietet dabei allerdings nicht nur Naturidylle. Seine Architektur erschließt sich vielmehr beim Blick in die Geschichte: Die Anlage wurde ab 1934 von den Nationalsozialisten mit dem Ziel errichtet, hier in Zukunft ausgewählte Parteifunktionäre zu schulen. In den 1940er Jahren waren die Internatsschüler von drei „Adolf-Hitler-Schulen" in Vogelsang untergebracht. Von 1946 bis 2005 war die Anlage danach das Zentrum eines zunächst britischen, dann belgischen Truppenübungsplatzes. Seit 2006 sind das Gelände und das denkmalgeschützte Ensemble für die Öffentlichkeit zugänglich.

Vogelsang nimmt seine NS-Vergangenheit zum Anlass, um hier in der Zukunft einen Ort des Friedens, der Toleranz und internationalen Begegnung von Menschen entstehen zu lassen. In diesem Wissen wird sich Vogelsang zu einem weltoffenen, internationalen Platz entwickeln, der der Information, der Erholung und dem vielfältigen Lernen dient. In bewusstem Kontrast zu seiner ursprünglichen Zweckbestimmung wird hier ein Ausstellungs- und Bildungszentrum sowie Sitz des zukünftigen Nationalparkzentrums entstehen:

Am 11. September 2016 wurden in der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang zwei neue Dauerausstellungen sowie das Nationalpark-Zentrum Eifel, die zusammen das Forum Vogelsang IP bilden, eröffnet.
Herzstücke des Projekts sind zwei große Ausstellungsbereiche, die einen barrierefreien und 4-sprachigen Zugang zu den beiden zentralen Themen des Standorts ermöglichen. Dies ist zum einen die Dauerausstellung der NS-Dokumentation Vogelsang. Sie trägt den Titel „Bestimmung: Herrenmensch | NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen“ und nimmt den historischen Ort aus verschiedenen Perspektiven in den Blick. Unter der Überschrift „Wildnis(t)räume“ bildet die zweite Dauerausstellung die zentrale Anlauf- und Informationsstelle des einzigen Nationalparks in NRW.

Vogelsang ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet und bietet täglich geführte Geländerundgänge, Workshops und Exkursionen sowie in der Saison Turmaufstiege. Weiterhin gibt es das ganze Jahr über wechselnde Ausstellungen, Veranstaltungen, Tagungen, Studientage und vieles mehr.

Auf einen Blick

Öffnungszeiten

  • Vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

    Forum / Gastronomie: Täglich von 10-17 Uhr

    Heiligabend und Silvester 10-14 Uhr

Ort

Simmerath


Kontakt

vogelsang ip gemeinnützige GmbH
Forum Vogelsang
53937 Schleiden
Telefon: (0049) 24 44 915790
Fax: (0049) 24 44 9157929

zur WebsiteE-Mail verfassen

Planen Sie Ihre Anreise

Route anzeigen per Google Maps

Reisen mit der Deutschen Bahn

Das könnte Sie auch interessieren

Jugendherberge in Simmerath-Rurberg, © Naturpark Nord Eifel e.V

Eifel-Blick "Jugendherberge" in Simmerath-Rurberg

Beschreibung: Über den Rursee hinweg reicht der Blick von der Jugendherberge in Rurberg in den Nationalpark Eifel. Der Eifel-Blick liegt auf einer Höhe von 470 Metern über dem Meeresspiegel.Nach dem Motto "Natur Natur sein lassen" entwickeln sich im Nationalpark Eifel weitgehend ohne Eingreifen des Menschen unberührte Urwälder. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten finden in den großflächigen Laubwaldbeständen eine Heimat.Majestätische Buchenwälder, knorrige Eichen und wilde Bäche: Besuchern bieten sich spektakuläre Eindrücke beim Besuch des Nationalparks. Er lässt sich auf eigene Faust oder bei einer sachkundigen Führung erleben. Die Nationalparktore der Umgebung informieren über die Naturerlebnismöglichkeiten.Anreise: Der "Eifel-Blick" liegt unmittelbar am Parkplatz an der L166 zwischen Simmerath-Kesternich und Simmerath-Rurberg oberhalb der Jugendherberge.GPS-Koordinaten (WGS 84): N 50° 36.575' E 006° 22.115'

Kreuz im Venn, © Wolfgang Tscherner

Kreuz im Venn

Als einziger Konglomeratfelsen im Monschauer Land liegt am Rande des Hohen Venn der gewaltige, 80 Meter lange Felsen der Richelsley. Ihn krönt das 1890 zu Ehren des Priors Stephan Horrichem, des Apostels vom Hohen Venn, errichtete Kreuz. Der Prior des Prämonstratenserklosters Reichenstein war unermüdlich in seiner Hilfsbereitschaft für die bedrängten Menschen am Venn während des 30 jährigen Krieges. Die Eifeldichterin Klara Viebig hat mit ihrem naturalistischen Roman "das Kreuz im Venn" berühmt gemacht. Das 6 m hohe Eisenkreuz steht auf einem 12 Meter hohen Konglomeratfelsen.

Eifel-Blick "Worbelescheed" in Simmerath-Eicherscheid

Beschreibung: Mittendrin liegt das malerische Eifeldorf Eicherscheid. Den Ortskern prägen auch hier wieder die Buchenhecken, die mehrere Meter hoch sind und die Fachwerkhäuser vor kaltem Wind und Schlagregen schützen. Darüber hinaus stehen in Eicherscheid mehr als 30 historische Gebäude unter Denkmalschutz und auch die zahlreichen Wegkreuze und kleinen Kapellchen verleihen dem Ort seinen einmaligen Charme. Eicherscheid wurde bereits zweimal mit einer Goldmedaille beim Nordrhein-Westfälischen Landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" ausgezeichnet und wiederholt zum schönsten Ort im Kreis Aachen (heute: StädteRegion Aachen) gewählt. Höhepunkt der erfolgreichen Teilnahmen an den Dorfwettbewerben war die Auszeichnung "Bundesgolddorf 2007" und die "Vizeeuropameisterschaft" im Europäischen Dorfwettbewerb im Jahre 2010.Anreise: Über die L 106 erreicht man den Ortskern von Eicherscheid. Hier biegt man, den Hinweisschildern "Tenne" sowie "Sportplatz" folgend, in die Bachstraße ab. Im Bereich des Sportplatzes stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Ab hier folgt man der Bachstraße bergab bis zur 1. Abzweigung und hält sich dort links, an der nächsten Möglichkeit biegt man rechts ab und folgt der Markierung 17 des Flurheckenweges Eicherscheid bis zum Eifel-Blick. Der Eifel-Blick kann auch problemlos mit dem Fahrrad erreicht werden.

Nationalpark Eifel - Ranger mit Kindern, © G. Priske

Nationalpark Eifel (StädteRegion Aachen)

Inmitten einer Landschaft aus WALD und WASSER ist im Nationalpark Eifel die Faszination WILDNIS hautnah erlebbar. Voller Schönheit und Vielfalt kann die Natur in dem 65 Kilometer südwestlich von Köln gelegenen Schutzgebiet wieder in ihren eigenen Kreislauf aus Werden und Vergehen zurückfinden. Gemäß dem Vorsatz aller deutschen Nationalparks „ Natur Natur sein lassen“ werden auf einer Fläche von 110 Quadtratkilometern die wertvollen Naturschätze der Eifel geschützt.