Synagoge Saffig

Saffig

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In Saffig bestand eine judische Gemeinde bis nach 1933. Ihre Entstehung geht in die Zeit der erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück, doch lebten bereits seit dem 16. Jahrhundert Juden am Ort. Die Grafen von der Leyen, die 1841 Saffig als Lehen erhalten haben, hatten auch das Recht, Juden am Ort aufzunehmen. 1587 wird erstmals ein jüdischer Einwohner in Saffig genannt. Mitten im alten Ortskern hatten um 1845 die Saffiger Juden ihr Bethaus errichtet. Die Psalm-Inschrift über der Eingangstür ist zweischprachig: Hebräich und deutsch. So machten die Juden damals klar: Wir verstehen uns ganz selbstverständlich als Teil der Dorfgemeinschaft. Das blieben sie auch bis zur NS-Zeit. Dann aber löschten die braunen Machthaber auch diese Gemeinde aus. Die Inneneinrichtung der Synagoge wurde in der "Kristallnacht" verwüstet. Das Gotteshaus selbst überdauerte das "Dritte Reich". Nach 1945 verfiel das Gebäude, wurde Mitte der 1980-er Jahre unter Denkmalschutz gestellt und schließlich von einem gemeinnützigen Förderkreis als Mahnmal restauriert. 2006 entdeckte Dr. Jürgen Ries, Vorbeter der judischen Gemeinde in Koblenz, die reizvolle Landsynagoge. Im Einvernehmen mit dem Förderkreis finden nun wieder regelmäßig jüdische Gottesdienste in der Synagoge statt.

Ort

Saffig


Kontakt

Synagoge
Klöppelberg 3
56648 Saffig
Telefon: (0049) 2632 299444
Fax: (0049) 2632 299660

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