St. Dionysius, Kruft

Kruft

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Die heutige Pfarrkirche wurde als Nachfolger zweier älterer Kirchen durch Trierer Architekten P. Marx 1911/12 erbaut und 1913 den heiligen Dionysius und St. Sebastianus geweiht. Der Ort Kruft gehörte schon seit dessen Gründung 1093 zum Kloster Maria Laach. Im 12. Jahrhundert erhielt das Kloster dann auch die Pfarrei Kruft. Im Jahre 1112 erwähnt Pfalzgraf Siegfried in seiner Stiftungsurkunde für das Kloster Laach erstmals eine Kirche in Kruft. St. Dionysius wird als Kirchenpatron zu ersten Mal in einer Urkunde des Papstes Inozenz ll. aus dem Jahre 1139 genannt. Das genaue Aussehen der Kirche aus dem 12. Jahrhundert ist nicht überliefert, gleiches gilt für die Renovierungsarbeiten in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Vermutlich war die Kirche im romanischen Still gebaut und hatte unter andere ein Ostturm. Ein Querschiff wird angenommen, ist aber fraglich. In einem Bericht aus dem Jahre 1847 werden Kreuz- und Rippengewölbe, sowie vier Altäre aufgeführt, besonders der 1424 von der Krufter Pfarrgemeinde gestiftete Kreuzaltar. 1719 wurde unter dem Laacher Abt Clemens Aach das Langhaus neu errichtet und die so erweiterte Kirche 1722 geweiht. In den Jahren 1839 bis 1841 riss man den alten Turm ab und ersetzte ihn durch einen Neubau. Genau wie in Nickenich wurde er vom berühmten Architekten Johann Claudius von Lassaulx entworfen.

Ort

Kruft


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St. Dionysius Kruft
Bundesstrasse 59
56642 Kruft

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