Schloss Tudor / Rosport

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In Schloss Tudor in Rosport, der ehemaligen Residenz von Henri Owen Tudor, dem Erfinder der Bleiakkumulatoren, ist heute ein interaktives Museum untergebracht, in dem man hautnah die Entwicklung der Elektrizität erleben kann. Das Museum lädt zum Entdecken und Ausprobieren ein.

Henri Owen Tudor (1859-1928)
Erfinder der Bleibatterie

Henri Owen Tudor wird 1859 in Rosport (Luxemburg) geboren; im selben Jahr wird der elektrische Bleiakkumulator erfunden. Sein Erfinder Gaston Planté schafft es im Übrigen nie, über das Versuchsstadium hinauszukommen. Henri Tudor, der sich schon früh für Elektrotechnik interessiert, hört sich bereits als Student verschiedene Vorträge von Planté und Faure über elektrische Akkumulatoren an. In dieser Zeit steht der Luxemburger in regelmäßigem Briefkontakt mit dem Amerikaner Thomas Edison, der 1878 die erste Glühbirne erfindet. 1881 - noch während seines Studiums - gelingt es Henri Tudor, das Versuchsmodell von Planté und Faure zu einem industriellen Erzeugnis weiterzuentwickeln. Dieser erste Tudor-Akkumulator läuft 16 Jahre lang ohne Unterbrechung. Er nutzt die Energie eines Dynamos, den er selbst entwickelt und an die Wassermühle von Rosport angeschlossen hat. 1885 ist das Schloss der Tudors in Rosport eines der ersten Anwesen weltweit, das über eine komplette hydroelektrische Anlage verfügt.

Ab 1884 entwickelt Henri Tudor den "energetischen Wagen", einen mobilen Antriebsakkumulator mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Er dient als elektrischer Antrieb für entlegene Bauernhöfe, Zirkusse, mobile Filmvorführeinrichtungen, Militärlager und vieles mehr. Henri Tudor lässt seinen elektrischen Akkumulator patentieren und wird zum Erfinder der Bleibatterie. Mit Hilfe seines Bruders Hubert baut er 1886 in Echternach die erste elektrische Beleuchtungsanlage. Diese Anlage speist 120 Lampen in den Häusern des Dorfes sowie die Straßenbeleuchtung. Die beiden Tudor-Brüder und ihr Vetter Nicolas Schalkenbach eröffnen daraufhin ein erstes Werk in Rosport. Dies ist der Beginn der industriellen Produktion des Tudor-Akkumulators. 1890 sind weltweit 1200 Bleiakkumulatoren der Marke Tudor in Betrieb. Doch die Ursache seines Erfolges wird ihm schließlich zum Verhängnis. Henri Tudor erkrankt infolge seiner unermüdlichen Forschungsarbeiten an einer Bleivergiftung.Trotz dieser schweren Krankheit widmet er sich weiterhin der Forschung und Erfindung. Unbeeinflusst vom enormen Erfolg seiner Erfindung bleibt Henri Tudor ein ruhiger, bescheidener Mensch. Er stirbt am 31. Mai 1928

Ort

9, rue Henri Tudor
6582 Rosport


Kontakt

Musée Tudor
9, rue Henri Tudor
6582 Rosport
Telefon: (00352) 730066206

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