Römischer Tumulus

Nickenich

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Rheinland-Pfalz zählt nachgewissermaßen zu den am frühsten besiedelten Regionen in Deutschland. Nickenich gehört wohl mit zu den ältesten Siedlungen des Rheinlandes. Eindrucksvolle Zeugen aus der Jungsteinzeit, 5000 bis 2000 v. Chr., bis hin zur römischen Epoche bis 450 n. Chr., verdanken wir dem Abbau des vulkanischen Bimssandes. So belegen zahlreiche archäologische Fundstücke wie Tongefäße, Waffen und Schmuck die kulturelle Entwicklung des Pellenzdorfes. Hautnah erleben kann man diese einzigartigen Funde im Pellenzmuseum für Archäologie in Nickennich. Die Geschichte beginnt mit den Kelten vor mehr als 2000 Jahren. Erste Spuren menschlicher Niederlassungen belegen Befunde in Form von Brandgräbern des indogermanischen Volkes.
Auch der Name Nickenich leitet sich sehr wahrscheinlich aus dem Keltischen ab. In der Urform NIGIDIACUM steckt der Name Nigidius, woraus sich die Bedeutung "Siedlung des Nigidius" ergibt. Der Herrschaft der Kelten setzte etwa 50 v. Chr. der römische Feldherr Gajus Julius Caesar ein Ende. Zwar bestand die keltische Siedlung unter den neuen Bewohnern fort, wurde aber von diesen romanisiert.

Dokumentiert wird dies durch den rekonstruierten Tumulus, ein an der Laacherstraße in Nickenich gefundenes gallorömisches Grabmal aus dem 1. Jahrhundert n. Christus, den sogenannten "Nickennicher Tumulus", in Form eines Rundbaus. Ein zylindrischer Körper aus Tuffsteinquadern (Dm 7 m, H 2,5 m) mit leicht vorspringendem und reich profiliertem Gesims, ummantelt den Fuß eines Erdhügels. Aus dem Befund lässt sich die komplette Höhe des Denkmals auf etwa 4,3 m berechnen. Zwischen Sockel und Gesims waren 3 Quaderschichten von durchschnittlich 0,60 m Höhe. Von besonderer Bedeutung ist die Inschriftplatte aus Kalkstein, die über dem Sockelabsatz in den Tuffsteinmantel eingelassen war. Der gesamte Tumulus, aber inbesondere die Inschrift ist ein Beleg dafür, dass trotz Eroberung der Rheinzone durch die Römer die einheimische, zum Teil keltische, Bevölkerung weitestgehend ihreethnischen Gewohnheiten und angestammten Eigenentümlichkeiten noch lange Zeit beibehielt. Die Inschrift in der Übersetzung lautet: "Der Contuinda, der Tochter des Esucco und dem Silvanus Ategnisa ihrem Sohn haben die Erben aufgrund testamentarischer Bestimmung dieses Grabmal errichtet".

Ort

Nickenich


Kontakt

Römischer Tumulus
Laacherstraße
56645 Nickenich
Telefon: (0049) 2632 299444
Fax: (0049) 2362 299660

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