Kupfermühlen

Stolberg

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1579 wurde die 1. Konzession zur Anlage einer Kupfermühle (der Haumühle) erteilt. 1801 gab es einen Produktionswandel, die Tuchproduktion entsteht, bis 1865 sind alle Mühlen des Münsterbachtals umgerüstet.

Stolberg ist bekannt für seine jahrhundertalte Tradition der Metallverarbeitung. Besonders weit verbreitet war die Messingproduktion; für die Weiterverarbeitung des Messings entstanden entlang des Münsterbaches die Kupfermühlen.
1579 wurde die 1. Konzession zur Anlage einer Kupfermühle (der Haumühle) erteilt.
1801 gab es einen Produktionswandel, die Tuchproduktion entstand. Bis 1865 wurden alle Mühlen des Münsterbachtals umgerüstet.

Bocksmühle: diente in früheren Zeiten der Messingverarbeitung, sie verlief parallel zum Münsterbach, später Umnutzung zur Spinnmühle und Wollwäsche mit Schleuse; Wehr und Wasserrad.
1954 wurde das Ökonomiegebäude des Bethlehemkrankenhauses verlagert, das Gehöft wurde zu einem guten Lieferanten von landwirtschaftlichen Produkten.

Haumühle: unterhalb der Bocksmühle wurde das Wasser des Münsterbachs wieder in einem offenen Graben zur 300 m entfernten Haumühle geleitet. Schon auf einer Originalkarte von 1646 ist die Mühle eingezeichnet, im Schlussstein des Torbogens, der in den Innenhof führte, erkennt man die Jahreszahl 1647.

Buschmühle: Unterhalb der Haumühle, am Fuße des Münsterkohlbergs, liegt die Buschmühle. Auf den Karten von 1798 und 1646 steht der Name Buschmühle ohne eine Unterteilung in "Obere" und "Untere Buschmühle".
Im Abgabenbuch vom 1770 werden das Pumpenhaus und die Mühle unterschieden. Der Gewerbestandort wurde frühzeitig der Nutzung durch die Textilindustrie zugeführt. Erhalten blieben ein historisch wertvolles Bruchsteingebäude, dessen Stockfenster mit Einfassungen aus Kalksteinmaßwerk gestaltet sind. Über dem Oberlicht der Haustür ist der Wappenstein mit der Jahreszahl 1573 zu sehen.
Außer dem alten Herrenhaus steht unmittelbar neben der Brücke über den Münsterbach ein Herrenhaus aus Ziegelstein mit Eckquadern und Fenstereinfassungen aus Kalkstein, das in für das 19. Jahrhundert typischer Architektur errichtet wurde.
Eine Besonderheit ist der quadratisch gemauerte Kamin, der seitlich an das Stallgebäude angebaut wurde. Er ist der einzige seiner Art im Stolberger Raum. Erst nach 1860, als Segmentsteine zur Verfügung standen, errichtete man rundgemauerte Kamine.
Am 20. Juni 1907 wurde das Fabrikwesen "Untere Buschmühle" mit herrschaftlichem Wohnhaus, großem Garten etc. versteigert. Der neue Besitzer wandelte das Anwesen in eine Getreidemühle um.

Unterhalb der Buschmühle liegt die Nepomucenmühle (Schutzpatron ist der heilige Nepomuk, bekanntester Brückenheiliger). In die Innenwand eines Bürogebäudes eingefügt findet man einen alten abteilichen Wappenstein, der die Jahreszahl 1731 trägt.
In der ersten Hälfte des 19 Jahrhunderts wurde die Messingmühle in eine Tuchfabrik umgewandelt. Als einziges Unternehmen im Münsterbachtal überlebte die "Rheinische Filztuchfabrik GmbH", die heute unter anderem Namen firmiert.

Heute werden die Mühlen bewohnt, kleine Gewerbebetriebe haben sich z.B. in der Haumühle angesiedelt und die Gebäude wurden teilweise zu Bauernhöfen umfunktioniert. Um die ehemaligen Kupfermühlen zu erkunden, bietet sich eine Wanderung durch das Münsterbachtal und dem Gedautal an. Entlang dem naturkundlichen Lehrpfad und vorbei an dem Naturdenkmal Tatternsteine (ca. 5 Meter hohe Konglomeratbänke), findet man in einer sehr reizvollen Landschaft viele Zeugnisse der Industriegeschichte Stolbergs.

Informationen erhalten Sie hierzu in der
Stolberg- Touristik
Zweifaller Strasse 5
52222 Stolberg
Tel.: 02402 99900-81
Fax: 02402 99900-82
Email: touristik@stolberg.de
www.stolbergtouristik.de

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Stolberg


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Kupfermühlen
Bocksmühle
52222 Stolberg
Telefon: (0049) 2402 99900-81

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