Kupferhof Gedau

Stolberg

Inhalte teilen:

Die am Oberlauf der Inde (Münsterbach) gelegene Anlage wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut. Zwischen 1800 und 1958 war die Gedau Standort des Textilgewerbes und wird nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten seit 1981 als Wohnanlage genutzt.
Talabwärts, unweit dieses Kupferhofs, befindet sich ein eindrucksvolles Naturdenkmal, die sogenannten Tatternsteine. Hierbei handelt es sich um ein aus dem Ober-Karbon stammendes Konglomerat-Gestein, das als Steilwand den gesamten Talhang überdeckt.

Der 1699 erbaute Kupferhof Grünenthal wurde durch die Familie Peltzer errichtet. Matthias Peltzer hatte den Grund und Boden links der Vicht vom Stolberger Burgherrn Franz Karl Freiherr von Frentz gekauft, der diese Parzellen "im grünen Thal" nannte - daraus entstand der Name Grünenthal. Hinter dem linken Gebäude befanden sich parallel zum Vichtbach der Mühlenteich, das Ofenhaus und die Galmeimühle. Die dortigen Wasserräder lieferten die Energie für die Betriebseinrichtungen.
Nach 1752 nutzte Heinrich Peltzer als späterer Nachfolger einen Teil des Anwesens für sein Textilgewerbe.
Den gesamten Kupferhof kaufte 1772 Michael Michels; dessen Erben verkauften das ganze Areal Grünenthal 1842 an Leonhard Lynen Dumont, der dort eine Kratzenfabrik, später dann eine Streichgarnspinnerei und Gerberie betrieb. Diese Ära dauerte bis 1877. In jenem Jahr kam es zu einer öffentlichen Versteigerung.
Der westliche Seitenflügel und das nördliche Eckgrundstück wurden von privater Seite erworben, den übrigen Besitz und die Ländereien ersteigerte die Stadt Stolberg und parzellierte sie. So konnten Kaiserplatz, Amtsgericht, Grünthalschule und Gymnasium entstehen und weitere Einzelparzellen verkauft werden.
Apollonia Wirtz, die Witwe des Andreas August Wirtz, dem Mitbegründer der Seifenfabrik Mäurer & Wirtz, kaufte das Herrenhaus und die Produktionsstätten und verlagerte die Seifenfabrik hierher.
Seit dieser Zeit wird der Hof Grünenthal von der Familie Wirtz benutzt und bewohnt.

Ort

Stolberg


Kontakt

Kupferhof Gedau
Gedau 1
52223 Stolberg

Planen Sie Ihre Anreise

Route anzeigen per Google Maps

Reisen mit der Deutschen Bahn

Das könnte Sie auch interessieren

Schöne Aussicht in Simmerath-Einruhr, © Naturpark Nord Eifel e.V

Eifel-Blick "Schöne Aussicht" in Simmerath-Einruhr

Beschreibung: Seinen Namen erhielt der Aussichtspunkt "Schöne Aussicht" vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV, der bei einem Besuch sehr beeindruckt vom Ausblick war. Der damalige Landrat Bernhard Freiherr von Scheibler, der den König auf diesem Ausflug begleitete, ließ daraufhin zur Erinnerung ein Steinkreuz aufstellen. Im Krieg wurde das Kreuz zerstört, jedoch danach wieder aufgebaut. Der Sockel stammt vom Original aus dem Jahr 1887.Von hier aus hat man auf einer Höhe von 440 Metern über dem Meeresspiegel einen herrlichen Blick in das Tal der Rur, kurz bevor sie in den Obersee mündet. Auf der gegenüberliegenden Seite des Tals sieht man die Wald- und Offenlandflächen des ehemaligen Truppenübungsplatzes Vogelsang. Er ist seit Anfang 2006 Teil des Nationalparks Eifel. Unter dem Motto "Natur Natur sein lassen" entwickeln sich im Nationalpark Eifel weitgehend ohne Eingreifen des Menschen landschaftstypische Naturwälder.Anfahrt: Parkplatz an der B266 zwischen Einruhr und Kesternich. Folgen Sie der Beschilderung zum Aussichtspunkt.GPS-Koordinaten (WGS 84): N 50° 35.165' E 006° 22.275'

Kreuz im Venn, © Wolfgang Tscherner

Kreuz im Venn

Als einziger Konglomeratfelsen im Monschauer Land liegt am Rande des Hohen Venn der gewaltige, 80 Meter lange Felsen der Richelsley. Ihn krönt das 1890 zu Ehren des Priors Stephan Horrichem, des Apostels vom Hohen Venn, errichtete Kreuz. Der Prior des Prämonstratenserklosters Reichenstein war unermüdlich in seiner Hilfsbereitschaft für die bedrängten Menschen am Venn während des 30 jährigen Krieges. Die Eifeldichterin Klara Viebig hat mit ihrem naturalistischen Roman "das Kreuz im Venn" berühmt gemacht. Das 6 m hohe Eisenkreuz steht auf einem 12 Meter hohen Konglomeratfelsen.