Krufter Bachtal

Kretz

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Als der Laacher-See-Vulkan vor knapp 13.000 Jahren ausbrach, traf aufsteigendes Lava auf Wasser. Die durch das schlagartig verdampfende Wasser entstehende Druckwelle verichtete in einem Umkreis von ca. 7 km jegliches Leben. Das durch die Abschreckung in feinste Partikel zerrissene Magma hingegen bildete eine ca. 35 km hohe Eruptionssäule, die sich mehrfach aufbaute und auch immer wieder in sich zusammenfiel. Jeder Kollaps der Eruptionssäule bildete einen pyroklastischen Strom, der die Region weiter verwüstete und die umliegende Landschaft Schritt für Schritt bedeckte.
Im Laufe der folgenden Jahrtausende wurde aus den Ascheablagerungen der begehrte Tuffstein. Das weitläufige Krufter Bachtal, das im Wesentlichen aus drei Teilen besteht, widmet sich nicht nur um den Ausbruch des Lacher See-Vulkans und der Entstehung der Tuffsteins. Auch die Nutzung des Tuffsteins seit römischer Zeit, die Geschichte der alten Kirche in Plaidt sowie aus der Abbautätigkeit resultierender Reichtum werden hier anschaulich dargestellt.

Entdeckung des Stollensystems

1957 kam es nördlich des Krufter Bachtals und des unterirdischen Stollensystems in einem Abwasserteich einer Bimswaschanlage der Trassgrube Herfeldt zu einem Dammbruch. Das Wasser spülte einen der Teil der bis dahin unbekannten Stollen frei. Der Archäologe Josef Röder untersuchte mit Sepp Leiß aus Plaidt die überfluteten Gänge, teils per Boot, und fertigte einen genauen Plan des Stollensystems an. Es zeigte sich, dass die eigentlichen Abbaubereiche viel tiefer gelegen haben. Durch immer neue Einstürze der Decken waren die Gänge im Laufe der Zeit in die Höhe gewachsen. Offene Fragen zur Abbautechnik und zum Alter des Bergwerks konnten zu dieser Zeit nicht beantwortet werden.

Durch das erneute Einstürzen der Stollendecken in den folgenden Jahren kam es immer wieder zum Absacken der über dem Stollensystem verlaufenden Straße (heute die Bundesstraße 256). Die Stollen im Straßenbereich wurden daher in den 80er Jahren mit Zement verfüllt. Als 1970 auf dem Acker unterhalb der Bundesstraße die Tuffschichten abgebaut wurden (die darüber befindliche Bimsschicht wurde bereits in den 60er Jahren abgebaut), ist ein Bereich des Stollensystems sichtbar geworden. Im Rahmen der Vulkanpark-Forschungen führten 1997 Archäologen des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz einen Stollenanschnitt durch. Die Tiefe und Ausdehnung des Stollens konnten so exakt ermittelt

Ort

Kretz


Kontakt

Krufter Bachtal
B 256 Plaidt- Kruft
56642 Kruft
Telefon: (0049) 0 2632-299444
Fax: (0049) 0 2632-299660

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