Hochsimmerturm Ettringen

Ettringen

Inhalte teilen:

Der Hochsimmer-Turm

Auf dem Vulkankegel Hochsimmer, mit 588 m der höchste Berg der vorderen Eifel, steht ein Aussichtsturm, von dem man eine einzigartige Rundsicht weit über das Land hat. Der Turm wurde in den Jahren 1909 bis 1911 von dem Mayener Eifelverein erbaut. Die Grundstücke stellten damals die Gemeinde St. Johann und Ettringen kostenlos zur Verfügung.

Der Hochsimmerturm war fortan für viele Wanderer und Besucher ein beliebtes Ausflugsziel. Besonders auch die Eifelvereine wählten ihn auf ihren Wanderstrecken als Anlaufpunkt aus, weil bei besonders klarem Wetter vom Hochsimmerturm aus sogar die Spitzen des Kölner Doms zu erblicken sind.

Aber auch der aus dem harten Basaltstein erbaut Turm zollte auf der luftigen und im Winter auch rauen Höhe sein Tribut den Witterungsverhältnissen. So waren größere Renovierungen in den Jahren 1924, 1950 und 1975 fällig. Zum Jahreswechsel 1991/1992 zeigten sich erneut erhebliche Beschädigungen an dem Zweischalen-Mauerwerk. Feuchtigkeit war über die Jahre eingedrungen und der Frost hatte dafür gesorgt, dass sich die äußere Schale erheblich abgesetzt hatte.

Dass der so schwer angeschlagene Turm das Erdbeben in der Nacht vom 13.04.1992 überhaupt noch überstanden hat, grenzt an ein Wunder. Die Beschädigungen hatten aber dennoch ein solches Ausmaß angenommen, dass der Hochsimmer-Turm wegen akuter Einsturzgefahr für die Öffentlichkeit gesperrt werden musste. Eine Sanierung des Aussichtsturms war dringend erforderlich, wollte man den Verfall nicht klaglos hinnehmen.

Erste Kostenschätzungen ergaben eine Summe von über 300.000 DM, die der ursprüngliche Eigentümer, der Eifelverein, nicht aufbringen konnte. Auch die Gemeinde St. Johann, auf deren Grund und Boden der Turm errichtet war, sah sich nicht in der Lage, den Turm durch eine Sanierung zu retten und übertrug das Eigentum der Gemeinde Ettringen.

Die Gemeinde Ettringen hat es dank der Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz und der örtlichen Industrie kurzfristig geschafft, das Wahrzeichen ihres Ortes zu retten und der Öffentlichkeit bereits zu Beginn des Jahres 1994 wieder zur Verfügung zu stellen. Heute sieht man dem Turm zwar die Reparaturen an, das Gesamtbild kann man jedoch getrost, auch nach der Sanierung, als gelungen beschreiben.

Seitdem der Turm wieder Jedermann frei zur Verfügung steht, ist er wieder das geworden, was er immer war: Ein lohnendes Ausflugsziel mit einer wahrhaft einmaligen Aussicht.

(Quelle: Internetseite der Ortsgemeinde Ettringen, www.ettringen-eifel.de)

Ort

Ettringen


Kontakt

Ortsgemeinde Ettringen
Mayener Strasse 6
56729 Ettringen
Telefon: 0049026512362
Fax: 00490265173600

zur WebsiteE-Mail verfassen

Planen Sie Ihre Anreise

Route anzeigen per Google Maps

Reisen mit der Deutschen Bahn

Das könnte Sie auch interessieren

Außenansicht RuineMädburg

Mädburg Kehrig

Die Klosterruine "Mädburg" bei KehrigUnweit der Mündung des in Kehrig entspringenden Klosterbaches umfließt die Elz ein etwa 20 m über die Talsohle sich erhebendes kleines Plateau, das nach Nordwesten von einem felsigen Steilhang begrenzt wird. Hier liegen weltabgeschieden zwischen hohen Fichten und umwuchert von Dornengestrüpp, die umfangreichen Reste eines Kirchleins, das den seltsamen Namen Mädburg führt.Aus alten Dokumentationen weiß man, dass es sich bei dem Bauwerk um eine vor 1350 errichtete ursprüngliche Marienkapelle mit einer nach 1350 in der Verlängerung angebauten Wallfahrtskirche handelt, die zu Ehren der Heiligen Luzia errichtet worden war. Dieser Anbautrakt wurde nach 1700 mit einer Trennmauer versehen. Etwa um 1810 muss der Abbruch erfolgt sein. In einem Zeitungsbericht vom 01.08.1928 heißt es: "Um 1810, unter Herrschaft der Franzosen, wurden die Kapelle, das Pfarrhaus und auch das Kloster zum Abbruch verurteilt. Aus Kehrig wollte niemand Hand anlegen, denn bei den Großeltern stand die Kapelle in hohen Ehren. Da hat sich ein gewisser Mann aus Polch dazu hergegeben. Aber er hat kein Glück mit dem Erlös gehabt. Der Altar kam in die St.-Wolfgang-Kapelle. Das Altarbild stellt die armen Seelen im Fegefeuer dar. Das Glöcklein kam nach Berresheim, eine Muttergottesstatue ins Altersmuseum nach Mayen. Die noch heute stehende Dreifaltigkeitskapelle wurde von zwei Gräfinnen von Burg Monreal zum Dank für Errettung aus Lebensgefahr erbaut. Ihre Bildnisse standen früher in der Kapelle, sind aber verschwunden."Bis zum Jahre 1950 wurde die Kapelle von einer 350-jährigen Buche überschattet, die im Volksmund "Dicke Buche" hieß. Sie stand unter Naturdenkmalschutz und fiel einem Unwetter zum Opfer, das in der Nacht vom 4. zum 5. Juli 1950 die Vordereifel und das Maifeld heimsuchte.(Quelle: Internetseite der Ortsgemeinde Kehrig, http://www.kehrig-eifel.de/)