Barockkirche St. Cäcilia

Saffig

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Barockkirche St. Cäcilia Saffig
Die Pfarrkirche St. Cäcilia wurde 1738 nach Plänen des berühmten Würzburger Barockbaumeisters Balthasar Neumann (1686 - 1753) entworfen. Erbaut wurde sie von 1739 bis 1742 im klassischen mainfränkischen Barockstil. Bauherren waren der in Saffig ansässige Ortsherr Carl Caspar IV. Franz von der Leyen und seine Gemahlin Maria Sophie. Bereits um 1330 wird in Saffig eine (kleine gotische) Pfarrkirche erwähnt. Die Erzbischöfe von Köln, die das Lehen über Saffig hatten, gaben die Patronatsrechte dieser ersten Kirche an den adeligen Damenstift St. Cäcilien in Köln. Dadurch erhielt diese ältere Kirche sowie die neue Barockkirche die Heilige Cäcilia als Kirchenpatronin. Im heutigen Bistum Trier ist sie dadurch die einzige Kirche unter dem Patronat der Heiligen Cäcilia.
Der Bau der Barockkirche Saffig fällt durch ihren dreigeschossigen Turm auf, der mit halber Seitenlänge aus der Fassade hervortritt und mit einer "welschen" Zwiebelhaube bekrönt wird. Dem dreijochigen Langhaus folgt ein Chorjoch mit beidseitigen Anbauten, im Unterschoß Sakristei und Ornatkammer, im Obergeschoß Oratorien. Eine Holzbrücke verband die südwestliche Herrschaftsempore früher mit dem nahen Schlossbau. Kräftige Wandpfeiler gliedern das Innere sowie Gurtbögen die Kreuzgratgewölbe der Decke. Eine Orgelempore ist eingezogen und den Triumphbogen vor dem Chor ziert das Allianzwappen des regierenden Grafenpaares zur Zeit der Kirchweihe (von der Leyen, von Hatzfeld und Gleichen).
Im Inneren der Kirche befinden sich prunkvolle Schnitzarbeiten und Ausstattungen. Viele dieser Ausstattungsstücke trug Pfarrer Max Langen (1953 - 1975) mit großem Geschick aus nah und fern zusammen:
Über ein Dutzend pausbäckiger Putten bevölkern den Hochaltar. In dessen Zentrum die Gottesmutter Maria, als Himmelskönigin auf Erdball und Mondsichel thronend steht. Über ihr der auferstandene Christus und die Taube als Symbol des Heiligen Geistes. An den Seiten die lateinischen Kirchenväter Ambrosius (links) und dessen Schüler Augustinus (rechts).
Ein neobarockes Abbild der Heiligen Cäcilia ist im linken Seitenaltar zu bewundern. Flankiert wird die römische Märtyrerin von den Heiligen Agnes (mit Lamm) und Margaretha (mit Drachen), die als Beschützerinnen der Jungfrauen, Bauern und Gärtner gelten.
Bauernheilige finden sich auch im rechten Seitenaltar: neben dem Hl. Josef sieht man den Hl. Wendalinus und den Hl. Leonhard (mit Kette). Zum Originalbestand der Kirche Balthasar Neumanns zählen auch die freistehenden Figuren: Antonius von Padua mit Lilie und Buch, Judas Thaddäus mit Keule, Aloisius, das Kreuz betrachtend, Johannes von Nepomuk und der von Pfeilen durchbohrte Sebastian.
Der Taufstein aus heimischer Basaltlava in Kelchform mit Kupferdeckel trägt im Fuß die Jahreszahl 1703 und stammt somit noch aus der Vorgängerkirche.
Originale sind auch die meisten Gemälde in St. Cäcilia. An der Wand des Turmgeschosses die "Mater dolorosa" sowie die Hl. Äbtissin Walburga, deren als heilkräftig angesehenes Öl einst auch in Saffig verkauft wurde. Im Chor befindet sich eine Darstellung der Kreuzigung Christi mit trauernder Maria von Magdala, ein Schutzengel mit Knaben in höfischer Pagentracht sowie der sterbende Sebastian, Schutzpatron der gleichnamigen Saffiger Bruderschaft.
An der Treppe zur Chorkrypta (Herrschaftsgruft) zeigt ein Bild unterhalb der Himmelskönigin die Barockkirche, die sich anschließenden Schloßbauten sowie Teile des Dorfes - die älteste Ansicht von Saffig.
Die neobarocke Orgel ist ein Werk der Firma Klais aus Bonn. Saffig ist übrigens die Heimat einer der berühmtesten Orgelbauer der frühen Neuzeit. Der hier um 1490 geborene Peter Briesger schuf unter anderem die Domorgeln von Maastricht, Tongern und Trier (1537).
Das wertvollste Kunstwerk der Kirche aber will nicht so recht in den heiteren Rahmen des Rokoko passen: es ist der plastische Christuskopf an der rechten Seitenwand. Dieses geschnitzte "Ecce homo" zeigt den leidenden Christus nach der Geißelung und Dornenkrönung. Es handelt sich um eine süddeutsche Arbeit aus der Zeit um 1500. Vielleicht was das Werk ein Geschenk des Würzburger Fürstbischofs Friedrich Karl (1674 - 1746) an seine Schwester, die Gräfin von der Leyen, anlässlich der Kirchweihe. Oder gehörte das "Ecce homo" schon zum Inventar der gotischen Vorgängerkirche? Wir wissen es nicht genau.

Quelle: http://www.pfarreiengemeinschaft-plaidt.de/unsere-pfarreien/st-c%C3%A4cilia-saffig/geschichte/

Auf einen Blick

Öffnungszeiten

  • Vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

    Katholisches Pfarramt:

    St. Cäcilia Saffig
    Öffnungszeiten: Freitag, 9.30 Uhr – 10.30 Uhr, in der Sakristei.
    Außer am 1. Freitag im Monat

    Außerhalb der Öffnungszeiten:
    Pfarrbüro Plaidt
    Telefon: 0 26 32 / 63 00
    Ansprechpartner:

    Pfarreiengemeinschaft Plaidt-Miesenheim-Saffig
    Herr Pastor Hans Rith
    Kooperator Pater Friedrich Arns
    Mühlenstraße 7
    56637 Plaidt
    Tel.: 0 26 32 / 63 00

Ort

Saffig


Kontakt

Barockkirche St. Cäcilia
Hauptstraße
56648 Saffig
Telefon: (0049) 2632 6300

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